1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. Sieben Stationen sollen Hoffnung und Licht verbreiten

  8. >

Besinnungsweg auf dem evangelischen Friedhof

Sieben Stationen sollen Hoffnung und Licht verbreiten

Burgsteinfurt

Der evangelische Friedhof soll zum Hör- und Sehraum für die Menschen in der Gemeinde werden. Dazu sind die Arbeiten zu einem Besinnungsweg mit insgesamt sieben Stationen weitgehend abgeschlossen. Die Stationen sollen Hoffnung und Licht verbreiten.

nix

Ralf Geißler, Claudia Mertins und Walter Krebs (v.l.) sichten die Stationen, von denen zunächst sieben eingerichtet werden. Foto: Rainer Nix

„Schau nach oben, richte dich auf“, scheint die Engelsskulptur zu signalisieren, die kurz hinter dem Haupteingang des Evangelischen Friedhofs an der Ochtruper Straße steht. Dort beginnen die sieben Stationen des Besinnungsweges mit dem Leitgedanken „Himmel in Sicht“. Kleine rote Fähnchen zeigen an, wo weitere zu finden sind. An jeder Station steht ein Birkenstamm, darauf ist eine rote Holzplatte montiert. Texte und QR-Codes eröffnen Inhalte, die Hoffnungszeichen setzen. Das gut sichtbare Plakat mit einer weißen Taube, die einen Ölzweig im Schnabel trägt, macht auf die Aktion aufmerksam.

Der Besinnungsweg mit seinen Stationen soll in der Passionszeit und mindestens bis Himmelfahrt hinaus Hoffnung, Licht und die Botschaft „Es geht weiter“ verbreiten. Kirche möchte in der Pandemiezeit auf diese Weise in die Öffentlichkeit gehen, denn sie ist nach außen hin auf Grund der Corona-Beschränkungen etwas stiller geworden. So wird der Friedhof zum Hör- und Sehraum für die Menschen in der Gemeinde.

Den Impuls für diese Aktion, von einer Projektgruppe der Evangelischen Gemeinde Burgsteinfurt umgesetzt, gab Walter Krebs, Vorsitzender des Friedhofsausschusses und Kirchmeister. „Besinnungsweg – das ist ein Gedanke, den Pfarrerin Janine Hühne von der Kirchengemeinde Nordwalde-Altenberge in einem Gespräch hattee“, erläutert er. „Ich habe einen solchen Weg bereits auf einem österreichischen Friedhof gesehen.“ Die Stationen werden von der Projektgruppe gestaltet, Ausführender ist Friedhofsgärtner Ralf Geißler.

„Das Kreuz als unser christliches Symbol ist fast überall entlang der Stationen in irgendeiner Form präsent“, sagt Claudia Mertins, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Hintergrund der Aktion ist nicht zuletzt, dass Viele durch die Pandemie stark belastet sind und leiden. „Diejenigen, die hierher kommen sind auch dazu aufgefordert, selbst aktiv zu werden“, erklärt Mertins. So können sie beispielsweise ein kleines Holzkreuz an ein großes hängen oder Steine ablegen, auf denen Begriffe wie Hoffnung oder Angst geschrieben sind. Symbolisch steht das dafür, sich Lasten zu entledigen. Der Besinnungsweg bildet eine Art „Gegenspiel“ zum Leid auf der Welt bis hin zu Kriegen, Klimakatastrophe, Hungersnöten und Migration. „Wichtig ist, dass wir immer Hoffnung dagegen setzen“, betont Mertins. Neben der Kapelle stehen Birkenstämme, aufgereiht wie Orgelpfeifen. Mittels QR-Codes und Smartphone ist es möglich, von Kantorin Simone Schnaars eingespielte Orgelstücke aufzurufen.

Natürlich müssen beim Besuch des Besinnungsweges die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden“, so Krebs. Jede Station spricht für sich, am Wochenende sollen die Aufbauarbeiten weitgehend abgeschlossen sein. Beim Besuch des Weges sollte jeder sein Smartphone mitnehmen, um die QR-Codes einscannen zu können. Zu den dargebotenen Liedern gehören unter anderem „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, „Jesu geh voran“ und „Durch das Dunkel hindurch“.

Zur Projektgruppe gehören Walter Krebs, Pfarrer Guido Meyer-Wirsching, Ralf Geißler, Heide Köninck, Marianne Meinikmann, Bärbel Rintelen, Claudia Bäurich, Claudia Mertins, Sigrid Wernink, Claus Reich.

Startseite