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Abschied von Alfons Kock als Erstem Vorsitzenden bei Mitgliederversammlung

SMarT will effizienter werden

Steinfurt

SMarT wird Ende Oktober einen neuen Vorsitzenden wählen. Und Organisation und Angebot müssen gestrafft werden, war die Botschaft aus der Mitgliederversammlung am Mittwoch.

Von Axel Roll

Der virtuelle Rundgang durch das Bagno des Jahres 1790 ist ein Highlight für die Außendarstellung der Stadt. SMarT-Geschäftsführerin Marion Kessens verabschiedete bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch Alfons Kock als Ersten Vorsitzenden und berichtete über die Aktivitäten in 2022. Foto: Roland Busch, Axel Roll

Ob es an der von Rolinck-Werksleiter Marcel ter Steege vorhergesagten beruhigenden Wirkung des Biers lag? Keiner weiß es.

Jedenfalls verschwand der einzige Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung der Steinfurt Marketing und Touristik (SMarT), der im Vorfeld beim Vorstand für einige Aufregung und bei der Sitzung für Diskussionen hätte sorgen können, gleich zu Beginn von der Agenda.

Mitantragsteller Jürgen Holtz begründete das Zurückziehen des Antrags auf Änderung der Satzung schwammig mit einer notwendigen Aktualisierung vor dem Hintergrund der Digitalisierung. So wurde die jährliche Zusammenkunft der SMarT-Mitglieder am Mittwoch im Gästezentrum der Krombacher Brauerei zu einem harmonischen Abhaken von elf Tagesordnungspunkten.

Die wichtigste personelle Änderung hatte sich schon Wochen vor der Sitzung herumgesprochen: Vorsitzender Alfons Kock tritt ein Jahr nach seiner Wahl aus persönlichen Gründen zurück. Ein Nachfolger wurde am Mittwoch noch nicht gewählt, das soll bei einer außerordentlichen Sitzung am 27. Oktober erfolgen. Die übrigen beiden Personalien, über die die Versammlung abzustimmen hatte, waren reine Formsache: Zweiter Vorsitzender Dr. Peter Gramberg und Schriftführerin Claudia Schreiber wurden ohne Gegenstimme in ihren Ämtern bestätigt.

Arbeitet SmarT eigentlich effizient? Diese Frage hat sich das Team um Alfons Kock und Geschäftsführerin Marion Kessens in den letzten Monaten selbst gestellt. Und die erarbeitete Antwort lautet: Da gibt es durchaus noch Luft nach oben. So hat der Verein mit seiner Geschäftsstelle im Alten Rathaus „unheimlich viele Artikel“ im Angebot, wie Vorsitzender Alfons Kock erläuterte. Um sich in kleinen Schritten einer SMarT 2.0 zu nähern, soll die Digitalisierung vorangetrieben werden. Das fängt bei einem besseren Kassensystem an. Aber auch die lange Liste der Dienstleistungen und Angebote wollen die Verantwortlichen durchforsten – und sich von Ballast befreien. Marion Kessens kündigte an: „Wir werden an unseren Strukturen stark arbeiten.“

Wie die Geschäftsführerin in ihrem Jahresbericht deutlich machte, dreht SMarT an einer Vielzahl von Stellschrauben, um die Kreisstadt für Einwohner wie Touristen attraktiver zu machen. Als Stichworte nannte Marion Kessens beispielhaft die digitale Zeitreise zurück in das Bagno des Jahres 1790, die in relativ kurzer Zeit von über 600 Spaziergängern per QR-Code aufgerufen worden sei. Um dem Ansturm der Burgsteinfurt-Besucher besser Herr zu werden, befinden sich gerade zwölf neue Gästeführerinnen und Gästeführer in der Ausbildung.

Wohnmobilstellplatz sowie Hinweisschilder und Schaukästen können sich auf eine Verjüngungskur freuen. In diesem Jahr wurde in Borghorst ein weiteres Mal die beliebte Gourmetnacht abgeblasen. In 2023 soll endlich wieder eine stattfinden. „Allerdings ein bisschen anders als die vorangegangenen“, versprach Marion Kessens.

Gerade ist der Schweinemarkt mit einem positiven Fazit zu Ende gegangen, da kündigt sich mit dem Erntedankmarkt am ersten Oktoberwochenende das nächste Großereignis an, bei dem das SMarT-Team bei den Vorbereitungen gefordert sein wird. Von der Geschäftsstelle im Alten Rathaus aus pflegen die Mitarbeiterinnen von SMArT vier Internet-Plattformen wie Facebook und Instagram.

Beim letztgenannten Dienst zählt Kessens derzeit 1000 Follower.

Darüber hinaus sind aber Prospekte und Karten, die nach guter alter Väter Sitte auf Papier gedruckt sind, bei den Tagestouristen immer noch sehr beliebt. Allerdings mit einer Ausnahme: Material, das beide Stadtteile behandelt, sind Ladenhüter. Marion Kessens: „Die Leute wollen entweder Borghorst oder Burgsteinfurt.“

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