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Steinfurter haben sich auf die hohen Temperaturen eingestellt

Sonne gibt kein Hitzefrei

Steinfurt

Die Hitze hat auch Steinfurt fest im Griff. Die Bürger haben sich aber offensichtlich gut auf die heißen Dauer-Temperaturen eingestellt. Probleme gibt es trotzdem.

Von Axel Roll

Die Hitze hat Steinfurt fest im Griff: Nicht nur die städtischen Bauhof-Mitarbeiter müssen ständig den Jungbestand der Bäume gießen. Abkühlung gibt es in beiden Bädern. Im Krankenhaus sind die gesundheitlichen Folgen der Hitze derzeit noch nicht zu spüren. Dafür schlägt sich das Wetter auf den Getränkeumsatz nieder. Der ist nach oben geschnellt.

Ja, auch in Steinfurt ist es heiß. Sehr heiß. Selbst wenn es für die 40-Grad-Marke in der Kreisstadt noch nicht gereicht hat – zehn Grad weniger im täglichen Dauerbetrieb hinterlassen auch ihre ausgedörrten Spuren. . .

Aus Sicht der Ärzte haben sich die Steinfurter aber gut auf die anhaltende Hitze eingestellt. Chefarzt Dr. Markus Eichler und seine Kollegen aus dem UKM-Marienhospital mussten in den vergangenen Tagen jedenfalls keine Patienten mit Hitzeschlag, übermäßigem Flüssigkeitsverlust oder anderen gesundheitlichen Folgen behandeln. Es sehe so aus, dass sich die Bürger an den Rat der Mediziner halten würden: Viel trinken, natürlich Antialkoholisches, und die körperlichen Aktivitäten den Außentemperaturen anpassen.

Das können sich die Mitarbeiter des Baubetriebsamtes derzeit nicht immer aussuchen. Rund 250 Jung-Bäume und zahlreiche Beete gilt es in beiden Stadtteilen mit dem pflanzenrettenden Nass zu versorgen. „Die Situation ist in diesem Jahr schon ex­trem“, sagt Kerstin Timmers als Leiterin des Bauhofs. Mit der eigenen Mannschaft ist das Bewässern schon gar nicht mehr zu schaffen. „Wir haben einen Teil der Arbeiten an eine Firma vergeben“, erläutert die Fachdienstleiterin. Jede Woche erhält ein junger Baum eine 100-Liter-Ladung Wasser. „Die älteren Bäume können wir gar nicht versorgen“, so Kerstin Timmers. Früher wurden die frisch angepflanzten Bäume drei Jahre lang bei Bedarf gegossen. Heute sind es schon fünf Jahre. Die Fachdienstleiterin: „Sonst schaffen die das nicht.“ Ihr Appell: „Wenn die Bürger für den einen oder anderen Baum vor ihrer Haustür einen Eimer Wasser überhaben, würde uns das natürlich sehr freuen.“

Bango Mare

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragt Ralf Katerkamp aus dem Schwimmmeisterteam für Bagno Mare und Kombibad. Will heißen: Natürlich nutzen viele Steinfurter derzeit die beiden Bäder für Abkühlung und Entspannung. „Mit dem Ende der Schulferien sind die Besucherzahlen zurückgegangen“, beobachtet der Schwimmmeister. Zurzeit fehlten die Kinder und Jugendlichen am Morgen und am frühen Nachmittag. „Meistens kommt aber gegen 16 Uhr immer noch ein Schwung.“ Die Ferienkarte für die Kids, die ihnen freien Eintritt in die Bäder gewährt habe, sei in den letzten Wochen gefühlt sehr gut angenommen worden. „Genaue Zahlen haben wir derzeit aber noch nicht.“

100 Liter Wasser

Das Team des Bäderbetriebs hat derzeit mit großen personellen Engpässen zu kämpfen. Trotzdem konnten in den letzten Wochen alle Becken in Steinfurt geöffnet bleiben. „Das Außenbecken im Kombibad war nur an wenigen Tagen dicht“, sagt Ralf Katerkamp. „Auch wenn wir wirklich auf der letzten Rille laufen.“

Getränkemarkt

Die Mitarbeiterinnen im Getränkemarkt „Trinke und Spare“ an der Max-Planck-Straße haben kurz vor dem Wochenende kaum Zeit, um mit der Lokalredaktion zu telefonieren. „Hier ist der Bär los. Die Leute rennen uns wirklich die Bude ein“, berichtet Marion Kelger. Und erwartungsgemäß ist Mineralwasser in allen Variationen der absolute Renner. „Aber auch Säfte gehen sehr gut.“ Und Bier ist für die abendliche Entspannung am heimischen Grill ebenfalls eine gern genommene Alternative.

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