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Die Wurzel des Stadtteils

Teil der Borghorster Identität

Borghorst

Auch wenn sich die Urkunde, in der die erste Erwähnung des Borghorster Damenstifts auf das Jahr 968 festgelegt wird, inzwischen als Fälschung aus dem 16. Jahrhundert herausgestellt hat: Irgendwann um diese Zeit muss es gewesen sein. Deshalb hat die Pfarrgemeinde St. Nikomedes auch kein Problem damit, in diesem Jahr das 1050-jährige Bestehen des Stifts zu feiern.

Bernd Schäfer

Pfarrer Markus Dördelmann und Mechthild Upmann vor der Statue der drei betenden Stiftsdamen, die an die Anfänge Borghorsts erinnern: Um das Jahr 968 wurde an der Stelle der Nikomedeskirche ein Kloster gegründet.. Foto: Bernd Schäfer

Und zwar mit allen Borghorstern, nicht nur den katholischen: „Das Stift ist ja die Wurzel von Borghorst“, sagt Pfarrer Markus Dördelmann mit Blick auf die Historie: Ohne die Abtei wäre rund um den Hügel, auf dem heute die Nikomedeskirche steht, wohl niemals ein Ort entstanden. Und deshalb sei das Stift auch Teil der Borghorster Identität.

Höhepunkt des Jubiläumsjahrs ist eine Festwoche vom 9. bis 16. September, bei dem es unter anderem ein Kinderfest mit dem Musiker Detlev Jöcker und einen Festgottesdienst mit Bischof Felix Genn geben wird. Darüber hinaus sind einzelne Veranstaltungen über das ganze Jahr gestreut: Den eigentlichen Auftakt bildet am 28. Februar ein Vortrag mit Prof. Dr. Gerd Althoff im Bürgersaal des Rathauses. Der Mittelalterexperte kann äußerst lebendig und anschaulich über die Verhältnisse im zehnten Jahrhundert berichten.

Bereits eine Woche vorher startet eine kleine Serie von Vorträgen und Diskussionsrunden mit ehemaligen Borghorstern in der Familienbildungsstätte: Volker Resing (Chefredakteur Herder Korrespondenz, 21. Februar), Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry (Lehr-Lernforschung, 7. März) und Markus Decker (Journalist und Autor, 14. März).

Ein musikalischer Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist ein Musical, das eigens von Markus Lehnert und Klaus Uhlenbrock über die Anfänge Borghorsts geschrieben wurde und im Oktober aufgeführt werden soll. „Daneben gibt es über das Jahr verteilt weitere Konzerte mit Bands, Chören und Musikern“, verspricht Mechthild Upkamp, die Vorsitzende des Pfarreirats und des Festausschusses. Und natürlich wird das Stiftskreuz als direkte Verbindung zur örtlichen Frühgeschichte eine Rolle spielen.

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