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Letzter Tag der Geburtshilfe

Tränen vor dem Hospital

Borghorst

Den letzten Nachtdienst hatten sie gemeinsam auf der Station verbracht: Um 7 Uhr in der Früh kamen die Hebammen und Schwestern zusammen mit Chefarzt Dr. Armin Rütten schweigend aus dem Marienhospital. Damit ist die Geburtshilfliche Abteilung im Borghorster Krankenhaus geschlossen.

Gudrun Niewöhner

Zusammen verließen die Hebammen und Schwestern mit Chefarzt Dr. Armin Rütten gestern Morgen um 7 Uhr das Marienhospital. Vor dem Krankenhaus warteten 100 Steinfurter auf sie, um sich bei ihnen für die Arbeit zu bedanken.   Foto: gun

Nicht nur den Schwestern und Hebammen, auch vielen der 100 Steinfurter, die mit Fackeln und Plakaten vor dem Haupteingang gewartet hatten, standen die Tränen in den Augen.

„Wir kämpfen weiter“, versprach Monique Tasler, die sich in den vergangenen Wochen gemeinsam mit anderen für den Erhalt der Neugeborenenstation eingesetzt hat. Neben einer Unterschriftenaktion hatten sie auch einen Protestmarsch organisiert, an dem 800 Menschen teilgenommen hatten.

Armin Rütten bedankte sich in einer kurzen Rede vor dem Hospital für die Unterstützung und für das Vertrauen in die medizinische Arbeit seines Teams. Er betonte noch einmal, dass die Zahl der Geburten in Borghorst seit 2011 stetig gestiegen sei: „550 bis 600 jährlich wären sicher auf die Dauer realistisch gewesen.“

Seit 1975 hat es die Geburtshilfe als Hauptfachabteilung im Borghorster Krankenhaus gegeben. Bis dahin war es eine Belegabteilung.

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