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Der Burgsteinfurter Wochenmarkt belebt die Altstadt – das war nicht immer so

Umzug? Nein, danke!

Burgsteinfurt

In der langen Geschichte des Burgsteinfurter Wochenmarktes gab es auch einige Umzüge. Die gingen nicht immer lautlos über die Bühne. Manches Mal leisteten die Händler heftigen Widerstand. So wie vor genau 26 Jahren.

Von Axel Rollund

Die Bilder aus den 50er und 70er Jahren zeigen es: Der Wil

Das funkelnagelneue Kopfsteinpflaster, 500 000 schwarz-graue Blöcke waren bei der Umgestaltung der Burgsteinfurter Innenstadt frisch verlegt worden, die historischen Häuserfassaden von Stadtweinhaus und Altem Rathaus sowie die Cafés und Kneipen entlang der Straße konnten die Markthändler nicht beeindrucken. Mit Händen und Füßen wehrten sie sich jahrelang gegen den Umzug des Burgsteinfurter Wochenmarktes vom Wilhelmsplatz in die Mitte der Altstadt. Als letzte Verzweiflungstat sammelten Ludwig Sommer, Harry ter Steege und ihre Kollegen 1600 Unterschriften gegen die Verlegung – an einem Vormittag. Als Dankeschön für ein Autogramm gab es übrigens ein leckeres Häppchen auf die Hand. Bürgermeisterin Waltraud Nölleke nahm die dicke Protestnote artig entgegen. Ändern konnten die Unterschriften aber nichts mehr an dem sechs Jahre alten Ratsbeschluss, der nur ganz knapp mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP gegen die CDU als stärkste Fraktion zustande gekommen war. Anfang März 1995 fand der Wochenmarkt wieder vor dem Alten Rathaus statt.

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