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Kleine Umfrage bei Teststationen

„Vergünstigungen“ lassen Nachfrage erheblich steigen

Steinfurt

Ein negativer Test kann ein bisschen mehr Freiheit bedeuten – ein Einkaufsbummel oder der Besuch bei Verwandten oder Freunden. Diese Aussicht ist offenbar Anlass genug, sich testen zu lassen. Ein weitere Aspekt dürfte die Verantwortung für sich und die Mitmenschen sein. In den Testststationen in der Kreisstadt ist die Nachfrage jedenfalls spürbar gestiegen.

Erhard Kurlemann

Augen zu und durch: Kurzzeitig unangenehm ist es für viele Testwillige, wenn die Probe für den Test mittels eines Stäbchens aus der Nase entnommen wird. Aber das Prozedere lassen die meisten ohne Murren über sich ergehen. Foto: Andreas Kokemoor

„Die Menschen lassen sich gerne testen“, sagt Susanne Erzberg, Inhaberin der Pharmaxi-Apotheke am Baumgarten in Burgsteinfurt. In der dortigen Teststelle sei die Nachfrage „enorm“ gestiegen, seit bekannt ist, dass ein negativer Test ein Stückchen mehr Freiheit bringen kann. „Wir freuen uns, dass das Angebot so gut angenommen wird.“ Eine kleine Umfrage unserer Zeitung bei den Teststationen zeigt das große Interesse.

Auch Dr. Olaf Rose, Inhaber der Elefanten-Apotheke, hat eine „explodierende Nachfrage" festgestellt, die ihn und sein Team „kurzzeitig kalt erwischt“ habe. „Wir hatten auch vorher schon im Testzentrum gut zu tun.“ Es habe sogar Zeiten mit Warteschlangen vor dem Hause gegeben. Terminabsprachen im Vorfeld seien sinnvoll. „Wenn Leute spontan kommen, müssen wir erst alle Daten aufnehmen, die bei einer Online-Registrierung bereits vorhanden sind“, weist Rose auf das Zeitfenster hin. „Für die Dauer ist es gut möglich, drei oder vier angemeldete Personen zu testen.“

Auch positive Tests habe es schon gegeben. „Wir hatten Tage mit vier oder fünf Fällen.“ Danach dann wieder ganze Tage keine Auffälligkeiten. „Es ist aber wichtig, viele kleine Beiträge zur Bekämpfung der Pandemie leisten zu können“, betont Rose. „Etwa ein bis zwei positive Fälle auf 500 Tests“ sei die Erfahrung in „unserem Testzentrum“.

„Spontane Termine sind eher Glückssache“, beschreibt Nicola von der Lippe, Chefin der Anker-Apotheke an der Steinstraße, die Testsituation. Für solche „Tagestickets“ halte sie eine zentrale Anlaufstelle für sinnvoll. Die Nachfrage sei insgesamt schon „sehr gestiegen“. Bereits in der Karwoche hätten viele sich testen lassen, um über Ostern für Familienbesuche vorbereitet zu sein.

Auch in der HNO-Praxis Laffree und Jansen ist „es deutlich mehr geworden“, wie Quirine Laffree auf Nachfrage mitteilt. „Wir machen es so, dass wir unsere Patienten auf Wunsch gleich mit testen.“ Testtermine würden ansonsten über ein Online-Portal vergeben.

Silvia Peters aus der Physiotherapiepraxis an der Tecklenburger Straße 30 hat eine Zunahme festgestellt. „Viele erzählen sogar, dass sie sich testen lassen, weil sie ins Museum oder Freunde besuchen wollen.“

In der Kreisstadt Steinfurt gibt es sieben Testmöglichkeiten: Elefanten-Apotheke; Anker-Apotheke; Gynäkologische Gemeinschaftspraxis Bahnhofsplatz 13; Pharmaxi-Apo­theke am Baumgarten; Physiotherapiepraxis Peters, Tecklenburger Straße, Apotheke am Bauhaus, Kroosgang, und HNO-Praxis Laffree und Jansen, Mauritiusstraße.

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