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Verkehrsberuhigung

Ausschuss segnet Radwegausbau auf der Emsdettener Straße ab

Borghorst

Der Verkehr auf dem kommunalen Teil der Emsdettener Straße in Borghorst kann beruhigt werden. Der Bauausschuss hat den entsprechenden Entwürfen zugestimmt.

Offen ist noch die Frage, ob das alte Pflaster an der St.-Nikomedes-Kirche aufgenommen werden darf, um dort asphaltierte Radwegstreifen zur Verkehrsberuhigung einzubauen. Die Steine einfach rot zu streichen, wird ausgeschlossen. Foto: Drunkenmölle

Auf der Basis der von der Steinfurter Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Verkehrs- und Tiefbauplanungsbüro Althoff & Klaverkamp in Senden erarbeiteten Studie (wir berichteten) soll der Radweg auf der Emsdettener Straße vom Kreisverkehr am Rathaus bis zur Breulstraße an der St.-Nikomedes-Kirche ausgebaut werden. Das hat der Ausschuss für Bauen, Wohnen und Sicherheit in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Der vom Technischen Beigeordneten Hans Schröder vorgestellte Entwurf ist quer durch alle Fraktionen positiv aufgenommen worden. Entsprechend fiel die Entscheidung einstimmig aus. Gelder stehen im diesjährigen Haushalt bereit. Die Baukosten werden auf 110.000 Euro geschätzt. Mit der Maßnahme soll im nächsten Jahr begonnen werden.

Im Wesentlichen geht es dabei darum, den Verkehr in Richtung von Rathaus, Schulen, Kindergärten, Pflegeheim, OT-Heim und weiteren sozialen Einrichtungen in die Innenstadt fließt, zu beruhigen und insbesondere für Radfahrer sicherer zu machen. Dafür sollen die seitlich der Fahrbahn verlaufenden Schutzstreifen durchgehend rot markiert werden. Zusätzlich ist vorgesehen, Querungshilfen geschaffen und Autofahrer durch Asphaltdrempel zu zwingen, das Temp-30-Limit einzuhalten.

Anlieger, die zurzeit noch ihre Pkw entlang der Emsdettener Straße parken, sollten das zukünftig nicht mehr tun, sagte Schröder. Er fügte außerdem an, dass die Stadt zugleich in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW sei, ein gemeinsames Verkehrskonzept sowohl für den kommunalen Teil als auch für Landstraßen-Abschnitt zu erarbeiten. Die Einfahrtsituation Richtung Borghorst aus Emsdetten und Borghorst sei unbefriedigend.

Auf Nachfrage von Siglinde Waterkamp konnte Schröder die Vertreterin des Seniorenbeirats beruhigen, dass die geplanten Drempel keine Behinderungen für Krankentransporte oder E-Mobilisten darstellen. Schröder: „Das ist vielfach getestet und unproblematisch.“

Noch nicht endgültig beantwortet ist hingegen die Frage, ob das Pflaster an der Nikomedeskirche für den Einbau eines asphaltierten Radfahrweges aufgenommen werden darf. Das muss noch mit dem Denkmalschutz geklärt werden. Schröder schließt aus, die Steine einfach mit roter Farbe zu streichen.

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