1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. Vom Gamer zum IT-Experten

  8. >

Betreuter Jugendlicher der Evangelischen Jugendhilfe

Vom Gamer zum IT-Experten

Steinfurt

Vom Gamer zum Programmier, fast zu schön, um wahr zu sein? Nicht für den 18-jährigen Adrian. Der junge Mann wohnt seit drei Jahren in einer Wohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Vor einigen Monaten ist er quasi als IT-Kenner „entdeckt“ worden.

Von und

Der 18-jährige Adrian ist ein echter IT-Kenner. Der derzeit noch in einer Wohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe wohnende Schüler ist auf dem besten Weg, in eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu starten. Foto: Ev. Jugendhilfe

Vom Gamer zum Programmier, fast zu schön, um wahr zu sein? Nicht für den 18-jährigen Adrian. Der junge Mann wohnt seit drei Jahren in einer Wohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Vor einigen Monaten ist er quasi als IT-Kenner „entdeckt“ worden. „Mein Bezugsbetreuer hatte mich angesprochen, ob ich nicht einige Notebooks des Unternehmens mit Betriebssystemen und Programmen einrichten kann“, wird Adrian in einer Pressemitteilung der Einrichtung zitiert. Durch Zuschüsse aus der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW hatten verschiedene Wohngruppen des Steinfurter Jugendhilfe-Trägers die Möglichkeit erhalten, neue Laptops anzuschaffen, damit auch dort Homeschooling während der Pandemie möglich ist.

„Ich bin schon mit acht Jahren mit Medien in Berührung gekommen, habe erst mit Gaming angefangen und mich dann mit Betriebssystemen beschäftigt“, berichtet Adrian. „Mit ungefähr zehn Jahren habe ich angefangen zu programmieren“.

Durch einen Freund hat er zunächst kleinere Aufgaben übernommen. Anschließend konnte sogar in einem größeren Pilotprojekt zur Polizei- und Feuerwehr-Koordination mitwirken, mit Unterstützung eines Uni-Dozenten, was „sehr cool“ war. Gerade absolviert er eine Ausbildung als Informationstechnischer Assistent und steckt nur so voller Ideen.

Ob Verbesserung des WLAN, kritischer Umgang mit Social Media oder Jugendschutzeinstellungen, Adrian macht sich viele Gedanken zur digitalen Welt und könnte sich vorstellen, später als Anwendungsentwickler zu arbeiten, beschreibt die Jugendhilfe die Entwicklung und Pläne des jungen Mannes.

Pädagoge und Wohngruppenleiter David Specht ist unterdessen ganz begeistert von Adrians Fähigkeiten: „Unsere Einrichtung möchte Partizipation leben. Und genau hier konnten wir das mit Adrian so gut umsetzen. Ein richtiger Glücksfall.“ Und eine Geschichte mit Happy End für einen jungen Mann, der in einer Wohngruppe zur Ruhe gefunden hat und nun bald seinen eigenen (beruflichen) Weg geht.

Startseite
ANZEIGE