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Programm der Fairen Woche 2021

Von Klimapilgern bis Kinobrunch

Steinfurt

Die von der Steuerungsgruppe und Eine-Welt-Gruppe organisierte „Faire Woche“ steht auch in diesem Jahr unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Unter anderem wird auf eine offizielle Eröffnungsveranstaltung verzichtet. Das Programm ist aber trotzdem vielfältig und interessant. Leonie Remer, Bärbel Schnieder (Stadt Steinfurt) und Ulrike Wanink (Eine-Welt-Gruppe) stellten es jetzt vor.

Von Ralph Schippersund

Stellten das Programm der Fairen Woche (v.l.) vor: Bärbel Schnieder und Leonie Remer (Lenkungsgruppe) sowie Ulrike Wanink (Eine-Welt-Gruppe) mit Infowürfeln der Aktion „Faire Schaufenster“. Steinfurter Einzelhändler werden sich dabei mit der Präsentation fair gehandelter Produkte in ihren Auslagen an der Fairen Woche beteiligen. Foto:

Es ist ein bisschen wie mit dem Plastik. Dass Kunststoff zunehmend die Ozeane verschmutzt und Meerestiere gefährdet, erkennen immer mehr Menschen als Problem an. Das Bewusstsein dafür wächst stetig. Das gilt auch für den Fairen Handel. „Die Nachfrage nach fair gehandelten Produkten ist da und es gibt mittlerweile glücklicherweise auch ein großes Angebot – das in fast allen Bereichen“, sieht Ulrike Wanink Fortschritte. Nicht wenig dazu beigetragen hat sicher auch die Faire Woche, die alljährlich von der ökumenischen Eine-Welt-Gruppe, deren Vorsitzende Ulrike Wanink ist, sowie der Steuerungsgruppe Fairtrade im September organisiert wird. Zusammen mit der Umweltbeauftragten Leonie Remer sowie Bärbel Schnieder von der Stadt Steinfurt stellte Wanink am Dienstag das diesjährige Programm vor.

Demnach werden den Steinfurtern vom 10. bis zum 24. September verschiedene Themenbereiche in Bezug auf Fairtrade näher gebracht – ganz so, wie auch vor der Corona-Krise gewohnt. So ganz allerdings kommt auch die diesjährige Faire Woche nicht an der Pandemie vorbei: Unter anderem wird wie auch 2020 auf eine Eröffnungsveranstaltung im großen Kreis verzichtet.

Bundesweit macht die Faire Woche schon zum 20. Mal auf Missstände in Handelsketten aufmerksam, dieses Jahr mit Themen zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen. Das diesjährige Motto lautet daher „Zukunft fair gestalten“.

Im Rahmen der Bewerbung der katholischen Kindertagesstätten zur Zertifizierung als „Faire Kita“ wird zum Auftakt am 10. September (Freitag) das Buch „Paul entdeckt“ in der Kita St. Josef übergeben. Das Buch, herausgegeben und entwickelt durch den Fairtrade-Kreis Steinfurt und der Servicestelle des Tecklenburger Marktlandes, soll Kindern auf bunte und unterhaltsame Weise komplexe Themen des Fairen Handels näherbringen.

Am 12. September (Sonntag) findet ein Kinobrunch in der Kinobar in Burgsteinfurt statt. Zuvor wird der Film „Made in Bangladesch“ gezeigt, der die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken anhand des Schicksals einer jungen Arbeiterin thematisiert.

Wer es lieber etwas sportlicher mag, kann beim „Fairen Fietsen-Picknick“ am 18. September (Samstag) teilnehmen. In Kooperation mit dem Kulturforum wird unter dem Motto „Fair und Regional durch Borghorst“ an verschiedenen Zwischenstopps ein Picknickkorb mit fair gehandelten Lebensmitteln gefüllt und bei einem Picknick an der Hollicher Mühle verzehrt, berichtet Ulrike Wanink. Kulinarisch geht es am gleichen Tag weiter: Nach einer Besichtigung des Geflügelhofes Borgmann mit der Familienbildungsstätte Steinfurt folgt ein gemeinsames Kochen mit regionalen Produkten.

Weitere Programmpunkte der Fairen Woche werden ein Online-Vortrag zum Thema „Kinderarbeit im globalen Süden“ am 23. September (Donnerstag) unter der Leitung von Dr. Gottfried Mutombo, ein Aktionsstand im Unverpacktladen „Hülle und Fülle“ sowie Themenfenster in den Buchhandlungen „Büchereck am Markt“ in Borghorst und Brümmer und Woltering in Burgsteinfurt sein. An mehreren Terminen können Interessierte zudem auf dem Wochenmarkt den Stand der ökumenischen Eine-Welt-Gruppe besuchen. Neben der Sammelaktion für alte Handys gibt es dort auch eine Präsentation des Schulkaffees des Hermann-Emanuel-Berufskollegs.

Außerhalb des eigentlichen Aktionszeitraums wartet am 27. September (Montag) ein Highlight: Dann machen die Pilger des ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit auf ihrem Weg von Polen zum UN-Klimagipfel nach Glasgow Station in Steinfurt. Nach einem Empfang im Rathaus geht es zu einer Veranstaltung der Ev. Kirchengemeinde nach Burgsteinfurt mit dem Titel „Leberwurst und Klimaschutz“. Bei einem Vortrag und Podiumsdiskussion in der Kleinen Kirche dreht sich alles um das Thema „Mein Konsum, unsere Landwirtschaft und was wir daraus machen“.

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