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Jens Spahn bei der Steinfurter CDU

Wahlkampfhilfe vom Minister

Steinfurt

Die ministerielle Wahlkampfhilfe in Borghorst dauert keine 20 Minuten. Pünktlich um 16 Uhr kommt der schwarze Audi A 8 von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an der Ecke Rubens-/Arnold-Kock-Straße zum Stehen.

Axel Roll

Große Gesten: CDU-Bürgermeisterkandidat Norbert Kerkhoff erklärt dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Örtlichkeit. Foto: Axel Roll

Bevor der prominente Gast aus der Bundeshauptstadt aussteigt und lässig sein Jackett überwirft, sondieren drei Sicherheitsbeamte mit dem berühmten Knopf im Ohr die Lage. Die ist überschaubar. Die örtlichen CDU-Größen, an der Spitze Bürgermeisterkandidat Norbert Kerkhoff und Ortsunion-Chef Jan Röschenkämper, dazu der Direktor des münsterischen Universitätsklinikums, Prof. Dr. Hugo Van Aken, und Dirk Schmedding als Borghorster Krankenhaus-Leiter wollen Spahn die Pläne für den Gesundheitscampus auf dem Websaalareal vorstellen.

„Na, wie schaut‘s?“, fragt der Minister jovial in Runde, bevor er seine Gesprächspartner darauf aufmerksam macht, während des Termins auf die Corona-Abstände zu achten. Norbert Kerkhoff nimmt derweil vor den am Bauzaun drapierten Plänen Aufstellung und spult in Windeseile die Geschichte des Gesundheitscampus ab. 70 Millionen Euro Gesamtinvest, 150 Mal Wohnen mit Wohlfühlfaktor und als Hauptstandbeine Pflege und Reha.

Von morgens bis abends im Münsterland unterwegs

Da kann die Klinik-Fraktion thematisch reingrätschen und den Minister auf Stand bringen. „Die ortsnahe Rehabilitation nach Operationen ist bei den Patienten sehr beliebt“, weiß Dirk Schmedding. Er peilt bei dem Projekt 200 stationäre Plätze an. „Sie haben zum Bedarf doch hoffentlich eine Marktanalyse angestellt?“, will Spahn wissen. Der Krankenhaus-Chef bestätigt: „Haben wir und die Betten wären alle ausgebucht.“ Wann es denn losgeht mit dem Bau, möchte der Minister wissen. „Wenn alles glatt läuft, Ende 2021 oder Anfang 2022“, so Dirk Schmedding.

Jens Spahn, in diesen Tagen von morgens bis abends im Münsterland unterwegs, will sich nach dem Kurzreferat die Beine vertreten. „Lasst uns doch mal bis zur Kirche laufen“, schlägt er der Gruppe vor, die dann artig die Arnold-Kock-Straße bis zum Kirchplatz hinterher trottet. Auf dem Weg instruiert Norbert Kerkhoff, man ist per du, seinen Gast schon mal über den nächsten Termin. Um halb fünf soll Spahn in der Burgsteinfurter Altstadt interessierten Bürgern Rede und Antwort stehen.

Keine Angst vor Zuschauer-Fragen

Es ist schon ein Zeitchen her, dass der Minister am Steinfurter Krankenhaus war. So sind ihm die Pläne über den Neubau des Bettenhauses, die UKM-Chef Prof. Dr. Hugo Von Aken kurz anspricht, nur im Ansatz bekannt. „Was, die Kapelle wird dafür abgerissen?“, fragt er ungläubig. Dirk Schmedding kann ihn beruhigen: „Wir bauen eine neue. Allerdings ein bisschen kleiner.“

Angst vor Fragen nach Zuschüssen, die bei solchen Terminen gerne gestellt werden, muss Spahn nicht haben. Hier ist das Land zu einem Großteil in der Pflicht. Dafür verspricht er etwas anderes: „Wenn das Projekt hier abgeschlossen ist, komme ich zur Einweihung.“

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