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Bagger rollen im Fründt-Stadion, BFC hofft auf Sportheim-Sanierung

Warten aufs Wunder von Borghorst

Borghorst

Auch wenn sich rund um das BFC-Gelände eine Menge tut – das Hauptproblem ist durch die Sanierung des Fründt-Stadion noch nicht aus dem Weg geschafft.

Von Axel Roll

Im Hermann-Fründt-Stadion haben die Bagger das Regiment übernommen. Die Pläne für einen Sportpark liegen auf Eis. Zu teuer. Foto: lem

Drei Jahre nach Bewilligung des 900 000-Euro-Zuschusses rollen die Bagger im Hermann-Fründt-Stadion. BFC-Vorsitzender Karl-Heinz Brinkert als einer der Nutznießer der lange fälligen Sanierung freut sich auf einen Naturrasenplatz, der nicht nach jedem Regenschauer im Matsch versinkt, Flutlichtanlage und andere Annehmlichkeiten. „Wenn alles glatt läuft, können wir im Sommer des kommenden Jahres den Platz nutzen“, weiß Brinkert aus den zahlreichen Abstimmungsgesprächen mit der Stadt. Damit hat der Vorstand des fusionierten Fußballvereins eine Sorge weniger. Um alle Probleme vom Hals zu haben, bedürfte es eines Wunders von Bern, pardon Borghorst. Und das hat der Technische Beigeordnete Hans Schröder bei der Präsentation erster Skizzen Sportpark Borghorst getauft.

„Damit wird es aber wohl nichts“, gibt Karl-Heinz Brinkert die Verwaltungsmeinung wieder. „Zu teuer.“ Geplant war ein zentrales Gebäude mit Umkleiden, kleineren Sporthallen, Gastronomie und integrierten Tribünen für die Außenplätze. Und obwohl ein privater Sponsor eine Million Euro dazugegeben hätte, sind die Pläne erst einmal in den Rathaus-Schubladen verschwunden. Was für den BFC in anderer Hinsicht zum Problem wird.

„Keiner weiß jetzt, was mit dem städtischen Sportheim nebenan wird“, erläutert Karl-Heinz Brinkert. Warten auf das Wunder von Borghorst? Abreißen und neubauen? Sanieren? Einig sind sich alle Beteiligten, dass die Zustände in den Kabinen, Duschen und Toiletten schon lange unhaltbar sind. Die eine oder andere Ratsfraktion hat in jüngster Vergangenheit dort die Nase durch die Tür gesteckt und festgestellt: Es stinkt wie in einem Abwasserkanal. Karl-Heinz Brinkert: „Kein gutes Aushängeschild für die Stadt.“

Darum ist es für die Sportler unabdingbar, dass es möglichst schnell ein umsetzbares Gesamtkonzept für das Areal gibt. Der BFC ergreift zwischenzeitlich selbst de Initiative: Die drei Umkleidekabinen im Keller der Vereinskneipe sollen nach und nach auf Vordermann gebracht werden. „Wir haben die erst einmal komplett in Eigenregie gesäubert“, so der Vorsitzende. Jetzt sollen die Handwerker ran. Was pro Einheit 27 000 Euro kostet. „Material- und Lohnkosten übernehmen wir“, erläutert Brinkert. Den Rest zahlt die Stadt – die per Vertrag dazu verpflichtet ist, die Sanierung zu übernehmen. Aufgrund der für einen Verein relativ hohen Kosten rechnet der Vorstand damit, höchstens eine Kabine pro Jahr renovieren zu können.

Auch in anderer Hinsicht helfen sich die BFCler gerade selbst: Aus der Soccerhalle haben sie zu einem günstigen Kurs zwei Kunstrasenfelder zur Gräfin-Bertha-Straße entführt. Eines der beiden Felder könnte den Ascheplatz gegenüber des Elan-Fitnessstudios ersetzen. Allerdings ist nach Informationen des Fußballvereins noch nicht klar, wo das Basketballfeld Platz findet, das aus Wilmsberg zum BFC-Gelände verlagert werden soll.

Es gibt also weiteren Gesprächsbedarf mit der Stadt. Die Abstimmungen verlaufen, betont Brinkert, in sehr guter Atmosphäre. Bei der Umsetzung könnte es aus Sicht der Ehrenamtlichen aber durchaus etwas schneller gehen. Positiv sieht der Vorstand das zunehmende Interesse der Politik für die Belange der Vereinssportler.  „Wir werden wahrgenommen“, ist der Vorsitzende überzeugt. Und darum hat er die Hoffnung nicht ganz aufgegeben, dass es irgendwann einmal was werden könnte, mit dem Wunder von Borghorst.

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