1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. Werbung für den Breitensport

  8. >

32. 24-Stunden-Schwimmen der DLRG im Bagno-Mare

Werbung für den Breitensport

Burgsteinfurt

Beste äußere Bedingungen und eine gut vorbereitete und organisierte DLRG-Ortsgruppe haben die 32. Auflage des 24-Stunden-Schwimmens am Wochenende wieder zu einer Werbung für den Schwimm- und Breitensport sowie die Steinfurter Bäder gemacht. Nach zweijähriger Corona-Zwangspause war die Motivation groß, im 26 Grad warmen 50-Meter-Becken des Bagno-Mare wieder ein Gemeinschaftserlebnis zu schaffen und auf Rekordjagd zu gehen.

Von Dirk Drunkenmölle

Hans Günter Hahn hat das 32. 24-Stunden-Schwimmen am Samstag im Bagno-Mare angepfiffen. Die DLRG-Ortsgruppe Pokale unserer Zeitung gab es für die besten Einzelschwimmer Mark Weßling sowie Luna-Maris Hüls und Mareike Ubben. Mit auf dem Bild Sebastian May (l.) und Sabine Rosenberger (r.) von der DLRG sowie Redaktionsmitglied Dirk Drunkenmölle.Insgesamt 416 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben an der Veranstaltung teilgenommen und fast 2,4 Millionen Meter im Wasser zurückgelegt. Foto: Drunkenmölle

Beste äußere Bedingungen und eine gut vorbereitete und organisierte DLRG-Ortsgruppe haben die 32. Auflage des 24-Stunden-Schwimmens am Wochenende wieder zu einer Werbung für den Schwimm- und Breitensport sowie die Steinfurter Bäder gemacht. Nach zweijähriger Corona-Zwangspause war die Motivation groß, im 26 Grad warmen 50-Meter-Becken des Bagno-Mare wieder ein Gemeinschaftserlebnis zu schaffen und auf Rekordjagd zu gehen.

Punkt 14 Uhr gab Bürgermeister-Stellvertreter Hans Günter Hahn („Das ist bemerkenswert, was hier auf die Beine gestellt wird.“) am Samstag den Startpfiff. 24 Stunden später waren es genau 416 kleine und große Schwimmer, die mindestens zwei Bahnen entlang der Leinen gezogen haben. Insgesamt wurden 2 364 350 Meter zurückgelegt. Durchschnittlich hat jeder Teilnehmer 5684 Meter geschwommen. Das war unterm Strich betrachtet das drittbeste Ergebnis in den vergangenen zehn Jahren.

Für besondere Leistungen wurden wie immer auch Sponsoren-Geschenke und Pokale überreicht. Etwa für die kleine Ann-Katrin Janßen, die, gerade einmal drei Monate alt, in den Armen ihrer Mutter ins Wasser hüpfte und damit jüngste Teilnehmerin der Veranstaltung war. Heinz Waterkamp (81) und Susanne Lambers (73) bildeten die Spitze der Senioren-Schwimmer. Die siebenjährige Enna Badouin hat mit elf Kilometern die längste Strecke der unter Elfjährigen zurückgelegt. Bei den unter 16-Jährigen landete Esther Epping (15) mit 26,4 Kilometern und Julian Linnemann (11) mit 20 Kilometern ganz oben auf dem Treppchen.

Von den schwimmsporttreibenden Vereinen hat die DLRG Ibbenbüren den Pokal abgestaubt, von den nicht schwimmsportreibenden Gruppen belegten die H2O-Friesen vor dem Schülerblasorchester des Arnoldinums den ersten Rang.

Mit Spannung wurde am Ende der Siegerehrung erwartet, wer dieses Mal die größte Ausdauer und Kondition mitgebracht und die längste Strecke im Bagno-Mare zurückgelegt hat. Mit 30,3 Kilometern lag Mark Weßling in diesem Jahr mit Abstand vorne. Der Rekord aus dem Jahr 2013 mit 50,5 Kilometern lag allerdings außerhalb seiner Reichweite. In der Frauen-Konkurrenz sind zum ersten Mal in der Geschichte des 24-Stunden-Schwimmens zwei Teilnehmerinnen mit dem selben Ergebnis aus dem Becken gestiegen. Mareike Ubben und Luna-Maris Hüls waren über acht Stunden ununterbrochen im Wasser und nach 21,1 Kilometern in der Auswertung gleichauf. Luna-Maris hat mit ihrer Leistung zugleich dafür gesorgt, dass ihre Familie mit 93,8 Kilometern am Ende auch die Familienwertung 2022 gewonnen hat.

Die rund 40 Helfer, die vor, während und nach der Veranstaltung für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hatten, konnten mehr als zufrieden sein. „Wir sind zwar alle platt. Aber die Mühen haben sich gelohnt“, stellte Sebastian May, stellvertretender Vorsitzender der Burgsteinfurter Lebensretter, erschöpft, aber glücklich am Sonntagnachmittag fest. Über zehn DLRG-Gruppen aus dem Kreis und darüber hinaus waren der Einladung nach Steinfurt gefolgt. Ein Großteil hat das Angebot wahrgenommen, auf den Liegewiesen ihre Zelte aufzuschlagen. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte die Band „Stenvorde“, die mit Einbruch der Dämmerung am Samstag für Musik am Beckenrand sorgte.

Ob Kurz- oder Langstreckler, jeder Teilnehmer hat eine Urkunde und eine Medaille bekommen, womit noch einmal der Breitensport-Charakter dieses Events deutlich gemacht und ein Augenmerk darauf gerichtet werden sollte, dass Schwimmen nicht nur Spaß, sondern Schwimmunterricht im Ernstfall auch überlebenswichtig sein kann.

Alle Ergebnisse gibt es in den kommenden Tagen auch online auf der DLRG-Homepage.

Startseite
ANZEIGE