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Pusten signalisiert Gefahr

Wie man Wespenstiche vermeiden kann

Steinfurt

Die Wespenzeit läuft gerade auf Hochtouren. Chefarzt Dr. Markus Eichler hat wichtige Tipps parat im Umgang mit den Tieren.

Eine Wespe sitzt auf einem alten Apfel. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Archivbild

Süßer Kuchen und Getränke aber auch herzhaftes Grillfleisch locken ungebetene Gäste an den Tisch. Wespen werden auf der Suche nach Nahrung von den Gerüchen angelockt. Dabei kommen die Insekten den Menschen manchmal sehr nah.

Fühlen sie sich bedroht, geraten in Stress und nutzen dann ihren Stachel zur Abwehr von Gefahr. Was ist zu tun? Chefarzt Dr. Markus Eichler vom UKM Marienhospital Steinfurt gibt ein paar Tipps zum Verhalten nach einem Wespenstich.

Was hilft bei einem Wespenstich?

Eichler: Ein Wespenstich ist in der Regel schmerzhaft, aber eher harmlos. In den meisten Fällen hilft es, die betroffene Körperstelle zu kühlen. Zu den bekannten Hausmitteln gehört auch Zwiebelsaft, um die Entzündungsreaktion zu hemmen. Nur wenige Betroffene reagieren mit extremen Schwellungen, Übelkeit oder sogar Ohnmacht. Bei diesen Anzeichen besteht der Verdacht für eine allergische Reaktion, die ärztlich behandelt werden muss. Allergiker dagegen greifen zur Behandlung direkt zu ihrem Notfallset, um die Schwellung zu reduzieren und den Kreislauf zu stabilisieren.

Und wenn die Wespe sich in den Mund verirrt?

Eichler: Machen Sie den Mund auf, denn die Wespe wird wieder ins Licht fliegen. Wenn sie trotzdem in den Mund, in die Zunge oder in den Rachen sticht, hilft zunächst kaltes Wasser und Eis zur Kühlung. Doch es besteht die Gefahr, dass die Atemwege durch die Schwellung blockiert werden. Weil es deshalb im Zweifel darum geht, keine Zeit zu verlieren, sollte in diesem Fall immer der Ret-tungsdienst alarmiert werden.

Chefarzt Dr. Markus Eichler Foto:

Wenn ich beim Trinken und Essen eine Wespe verschlucke?

Eichler: Den Wespenstich im Mundraum und dessen Gefahren haben wir gerade schon besprochen. Das Verschlucken einer Wespe stellt eine absolute Rarität dar, sollte dies einmal passieren, ist in der Regel nichts mehr zu tun. Sofern eine allergische Disposition besteht, verhält man sich, wie bei einem sonstigen Wespenstich.

Was hilft denn, um einen Wespenstich zu vermeiden?

Eichler: Verzichten Sie auf heftige Bewegungen. Pusten Sie die Wespen nicht an, denn in der verbrauchten Atemluft ist mehr Kohlendioxid enthalten und das ist für die Wespen ein Signal für Gefahr. Decken Sie Ihre Nahrungsmittel ab. Lassen Sie in einer gewissen Entfernung einen leckeren Happen für die Wespen offenstehen, sie werden sich dann darauf stürzen. Achten Sie darauf, ob sich Wespen auf den Nahrungsmitteln befinden, bevor Sie sie verzehren. Insbesondere sollten Sie keineswegs aus Dosen, oder Flaschen trinken, sondern den Inhalt stets zuvor in ein Glas gießen.

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