Nachbarkommunen Steinfurt und Ochtrup teilen sich Kosten für Sanierung des Radwegs am Seller See

Wieder ein Stück radfreundlicher

Steinfurt/Ochtrup

Die Radverkehrsfreundlichkeit der Kreisstadt – und mit ihr die der Nachbarstadt Ochtrup – hat wieder ein wenig zugenommen: Am Dienstag haben die beiden Bürgermeisterinnen Claudia Bögel-Hoyer und Christa Lenderich während eines Ortstermins den frisch sanierten Wirtschaftsweg am Seller See der Presse vorgestellt.

Von Ralph Schippersund

Die Bürgermeisterinnen Claudia Bögel-Hoyer (2.v.l.) und Christa Lenderich (2.v.r.) freuen sich gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Jürgen Gesenhues und Jennifer Eilert über das sanierte Teilstück des Radwegs am Seller See. Foto: rs

Die Radverkehrsfreundlichkeit der Kreisstadt – und mit ihr die der Nachbarstadt Ochtrup – hat wieder ein wenig zugenommen: Am Dienstag haben die beiden Bürgermeisterinnen Claudia Bögel-Hoyer und Christa Lenderich während eines Ortstermins den frisch sanierten Wirtschaftsweg am Seller See (wir berichteten bereits kurz) nun auch offiziell der Presse vorgestellt. Für Freizeitradler und Radpendler zwischen den beiden Städten war das rund 600 Meter lange Teilstück zwischen B 70 und Seller bzw. Tütenbrinksee bislang ein Ärgernis, weil es grob geschottert war und besonders nach dem Winter oft große Schlaglöcher aufwies. Das ist nun Vergangenheit – dank einer konzertierten Aktion der Nachbargemeinden, auf dessen Gebiet das Teilstück je zur Hälfte liegt.

„Wo Zusammenarbeit möglich ist, sollte man diese auch anstreben“, sagte Claudia Bögel-Hoyer – und ihre Kollegin aus Ochtrup, Christa Lenderich, ergänzte: „Die Sanierung wertet die beliebte Radwegeverbindung zwischen den Städten klar auf.“ Zudem sei die Sanierung auch ein Beitrag zur Förderung des Radtourismus.

Wer indes auf die „Luxusvariante“, sprich eine Ausführung in Asphalt, gehofft hat, wird enttäuscht. Nicht nur aus Kostengründen. Eine Asphaltdecke hätte sicher mehr als das 20-Fache gekostet. Sie ist dem Umstand geschuldet, die Verbindung am ökologisch sensiblen Seengebiet Autofahrern nicht allzu schmackhaft zu machen; daher ist eine Lösung mittels Splitt zum Zuge gekommen. „Es handelt sich um eine doppelte Oberflächenbehandlung mit gröberem Unterbau und feinerem Splitt als Deckschicht“, betonte Jennifer Eilert vom Tiefbauamt der Stadt Och­trup, das die Federführung bei der Maßnahme innehatte. Rund 5000 Euro sind dafür in die Hand genommen worden – hälftig geteilt zwischen den Kommunen. Natürlich sei eine Asphaltdecke haltbarer, aber in Anbetracht der Nutzung – in der Regel Besucher und Angler der Seen, sporadisch landwirtschaftliche Fahrzeuge sowie Radfahrer – sei es ein guter Kompromiss.

Die oberste Splittschicht müsse sich nun noch etwas in die darunterliegende Bitumenschicht einarbeiten, kündigte Jürgen Gesenhues vom Fachdienst Tiefbau der Kreisstadt an. Abschließend werde dann der verbleibende Rest abgefegt.

Für Radfahrer ergibt sich nunmehr eine durchgängig gut zu befahrende Alternative zum Radweg entlang der alten Bundesstraße zwischen den Nachbarstädten. Bereits vor drei Jahren war auf Ochtruper Seite als Bestandteil des Triangel-Projekts der Bahntrassenradweg zwischen Kreisstraße 73 und dem Ortsteil Welbergen asphaltiert worden. Auf Steinfurter Gebiet war zwischenzeitlich unter anderem der Bereich zwischen dem ehemaligen Landcafé Epker und Seller See mit einer neuen Decke versehen worden.

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