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Benefizkonzert der Chöre „Cantata“ und „Total Tonal“

Zeichen der Verbundenheit

Steinfurt

Sie wollten ein Zeichen der Verbundenheit und Zuversicht setzen und sich mit den Pflegekräften, Ärzten und anderen Mitarbeitern im Gesundheitswesen solidarisieren: Die Chöre „Cantata“ und „Total Tonal“ haben gemeinsam ein Benefizkonzert gegeben.

Von Claudia Mertinsund

Die Chöre „Cantata“ Foto: Claudia Mertins

Es ist schon lange her, dass für Pflegekräfte, für Ärzte und alle anderen Mitarbeiter im Gesundheitswesen gemeinsam öffentlich applaudiert wurde. Seit Beginn der Pandemie gab es für sie kaum eine Verschnaufpause in ihrem ohnehin schon stressigen Berufsalltag. Höchste Zeit also für einen deutlichen Akt der Solidarität und Anerkennung dieser Leistung findet Markus Lehnert, Kantor der katholischen Kirchengemeinde St. Nikomedes. Und wie könnte ein Kantor und Chorleiter seine Unterstützung besser ausdrücken, als musikalisch.

Schnell war die Idee eines Benefizkonzertes seines Chores „Cantata“ geboren und der Kontakt zum Förderverein des UKM Marienhospitals hergestellt. Prof. Dr. Thomas Rose als Vorsitzender des Vereins zeigte sich begeistert von der Idee. Mit den Spenden der Benefizveranstaltung können konkrete Bedürfnisse des Pflegepersonals unkompliziert erfüllt und so die Arbeit am Patienten unterstützen werden.

„United we stand – Steinfurt hält zusammen“

Um dem Publikum beste musikalische Unterhaltung und Abwechslung zu bieten, lud Organisator Lehnert neben seiner „Cantata“-Crew auch den Chor „Total Tonal“ ein, dessen Mitglieder aus Borghorst und Münster stammen. „United we stand – Steinfurt hält zusammen“ wurde das musikalische Projekt getauft und dieses Motto stand auch für die Auswahl der Lieder.

„Von Solidarität, Unterstützung, Freundschaft, Liebe und Hoffnung handeln die Texte, also das, was wir alle im Moment so sehr brauchen“, beschreibt Lehnert das musikalische Programm, das gleich zweimal am Freitagabend vor jeweils 80 Gästen ablief. Titel wie „You´ve got a friend“ (Du hast einen Freund), „Make you feel my love“ (Dich meine Liebe spüren lassen) oder „Take my hand“ (Nimm meine Hand) drückten die wohltuende Botschaft perfekt aus und wurden vom Publikum geradezu aufgesogen.

Das breite Repertoire enthielt aktuelle Songs, wie „Royals“ (Total Tonal), das klassische „Kyrie Eleison“ (Cantata) und es gab sowohl einen Gospel- als auch einen Country-Song zu hören. Natürlich fehlte auch das in der ersten Pandemiewelle komponierte christliche Lied „In dieser schweren Zeit“ nicht. Dass in einem katholischen Gotteshaus der Beatles-Hit „Lady Madonna“ erschallt, hat sicherlich Seltenheitswert, passt auf den zweiten Blick aber hervorragend in eine Kirche. Die fünf Sängerinnen und drei Sänger von „Total Tonal“ boten eine mitreißende Show aus A-Capella-Elementen, variationsreichen Arrangements und ganz viel Rhythmus. Chorleiter Jörg Hilpert berichtete, dass die Formation aufgrund der Corona-Bestimmungen zeitweise zu Freiluft-Proben gezwungen war, was die Mitglieder aber nicht abhielt, ihrem Lieblingshobby nachzugehen.

Mit ganzem Herzen und vollem Einsatz

„Cantata“ probte in der Marienkirche unter der strengen 2G-plus-Regel, was zu einer deutlichen Dezimierung des Chores führte. Von den zu normalen Zeiten 60 aktiven Sängerinnen und Sängern waren an diesem Abend nur 25 anwesend, die aber mit ganzem Herzen und vollem Einsatz. „Wir wollten dieses Zeichen der Verbundenheit und Zuversicht jetzt setzen. Es tut auch uns gut, endlich wieder aufzutreten“, so Kantor Lehnert.

Nachdem der begeisterte Applaus für den von beiden Chören gemeinsam gesungenen Song „That´s what friends are for“ (Dafür sind Freunde da) verklungen war, konnten die Zuhörer ihren Dank und ihre Verbundenheit mit den Chören und Pflegenden durch großzügige Spenden ausdrücken.

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