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Lernen fördern: Frischer Glanz im Begegnungscafé Lighthouse

Zeit im Lockdown produktiv genutzt

Steinfurt

Seit Oktober 2020 ist das Begegnungscafé Lighthouse des Vereins „Lernen fördern“ coronabedingt geschlossen. Wann es wiedereröffnet werden kann, steht derzeit noch in den Sternen. Wenn es indes soweit ist, dann werden sich die Besucherinnen und Besucher – Menschen mit und ohne Migrationshintergrund – in frisch renovierten Räumen treffen können.

rs/pd

Noch sitzt Bereichsleiterin Silvia Vossenberg alleine im frisch renovierten Café Lighthouse. Sobald es die Coronabestimmungen zulassen, soll es wieder geöffnet werden. Foto: Lernen fördern

Ein Raum voller Menschen, die sich angeregt unterhalten. Kuchen, Kaffee und Getränke auf den Tischen. Spielende Kinder vor dem Wandbild eines Leuchtturms. So sah das Begegnungscafé „Lighthouse“ des Vereins „Lernen fördern“ am Grünen Weg bisher aus. Dann kamen Corona und die Lockdowns – und die Treffen mussten seitdem abgesagt werden. Zuvor stand die Begegnungsstätte seit Dezember 2017 Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte offen – immer an jedem zweiten Sonntag im Monat. Bei Kaffee, Tee und Kuchen in angenehmer Atmosphäre zusammenzukommen war die Devise. Und so soll es demnächst auch wieder sein – nach Corona.

„Für viele Besucherinnen und Besucher ist das Begegnungscafé ein fester Anlaufpunkt geworden. Sie tauschen sich untereinander über die Erfahrungen zu den Themen Ausbildungs- und Arbeitssuche, Ankommen und Leben in Deutschland oder Alltagsbewältigung aus“, berichtet Juliane Schulz, Beraterin in der Regionalen Flüchtlingsberatung von „Lernen fördern“. „Auch das aktive Sprechen und der Kontakt zu Ehrenamtlichen sind wichtige Bestandteile unseres Begegnungscafés“, ergänzt Silvia Vossenberg, seit September vergangenen Jahres Bereichsleiterin des Kompetenzzentrums für Zuwanderung und Arbeit des Vereins.

Seit Oktober 2020 ist das Begegnungscafé coronabedingt geschlossen. Für viele regelmäßige Besucher ist es ein Rückschlag. Denn weniger Kontakt- bedeuten auch weniger Integrationsmöglichkeiten, weiß Silvia Vossenberg.

Indes: Untätig war „Lernen fördern“ in der Zwischenzeit nicht. Der Lockdown wurde genutzt, um das Café zu renovieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: das „Lighthouse“ erstrahlt in neuem Glanz. Ideen und Wünsche zur Verschönerung konnten nicht zuletzt dank einer finanziellen Förderung durch das Landesprogramm „Komm-AN NRW“ zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe umgesetzt werden, berichtet Silvia Vossenberg. Der neue Anstrich und Leinwandbilder mit maritimen Motiven an den Wänden wirken freundlich und einladend. Die Tische und Stühle wurden in den eigenen Werkstätten aufgearbeitet und unterstreichen die Café-Atmosphäre. Auch an die künftigen kleineren Besucher wurde gedacht: Für sie wurde ein eigener Spielbereich mit kindgerechtem Mobiliar und attraktiven Spielen eingerichtet.

„Ich freue mich darauf, unsere Gäste wieder im Begegnungscafé begrüßen zu können. Zu Kaffee, Tee und selbst gebackenem Kuchen“, hofft Silvia Vossenberg auf eine baldige Normalisierung des Alltags für die Menschen und neue Begegnungen im „Lighthouse“. Denn sie weiß: Viele haben das Café zu schätzen gelernt – ob mit oder ohne Flüchtlingsgeschichte.

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