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Baugebiet Eichenallee nimmt nächste planungsrechtliche Hürde – gegen die Stimmen der CDU

Zu hohe Verdichtung zur Altenberger Straße hin?

Borghorst

Das Bebauungsplanverfahren für das neue Borghorster Baugebiet Eichenallee zieht sich: Bereits im Mai 2019 hatte der Rat den Aufstellungsbeschluss gefasst. Bis zur Rechtskraft dauert es noch, allerdings setzte der Planungsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag mit dem Beschluss der öffentlichen Auslegung der Pläne einen weiteren baurechtlichen Verfahrensschritt in Gang.

-rs-

So stellt sich Rainer Feldmann, Inhaber der gleichnamigen Burgsteinfurter Bauunternehmung, das Baugebiet vor. Foto: Architekturbüro Lecke, Münster

Das Bebauungsplanverfahren für das neue Borghorster Baugebiet Eichenallee zieht sich: Bereits im Mai 2019 hatte der Rat den Aufstellungsbeschluss gefasst. Bis zur Rechtskraft dauert es noch, allerdings setzte der Planungsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag mit dem Beschluss der öffentlichen Auslegung der Pläne einen weiteren baurechtlichen Verfahrensschritt in Gang. Sehr zur Freude von Investor Rainer Feldmann und seinem Architekten Frank Lecke, die beide fast schon Dauergäste in den Sitzungen sind. Eingangs der Beratungen hatte sich der Technische Beigeordnete Hans Schröder zu Wort gemeldet und den Wunsch der Verwaltung nach einer zeitnahen Entscheidung der Politik kundgetan.

Doch gut Ding will Weile haben: Der Investor hatte im Juni an gleicher Stelle überarbeitete Pläne für das Großprojekt, das direkt an die Altenberger Straße angrenzt, vorgestellt. Aus diesem Grund hatte die Politik nochmals Beratungszeit eingefordert. Zudem wurden von Seiten des Vorhabenträgers weitere Gutachten eingeholt und der Stand der Dinge in den Fraktionen vorgestellt. „Mit einem abermals überarbeiteten Entwurf wollen wir jetzt in die Offenlage gehen“, beschrieb Planungsamtschef Stefan Albers am Dienstag den aktuellen Stand der Dinge.

Im Ausschuss stand die überwiegende Mehrheit der Fraktionen dem Projekt in der nachgebesserten Form positiv gegenüber: Andreas Neumann (Bündnisgrüne) war es wichtig zu betonen, dass verkehrliche Belange wie Einrichtung einer Abbiegespur und eine Tempobegrenzung auf 50 Stundenkilometer auf der Altenberger Straße eingerichtet werden. Auch die Sicherstellung des Erhalts der Eichenallee in der jetzigen Form sei unabdingbar. Aus Schutzgründen sei es erforderlich, dass auch Nebenanlagen wie Gartenhäuschen nur mit ausreichendem Abstand errichtet werden dürfen, ergänzte Kurt Lewandowski. Zudem forderte der FWS-Politiker ein, bei einer Realisierung des Modells mit zwei Voll- und einem Staffelgeschoss bei den Mehrfamilienhäusern eine Tiefgarage gebaut werden müsse, um „zu viel Blech“ im Wohngebiet zu verhindern. Daniel Breilmann machte für die CDU deutlich, dass der Fraktion die Verdichtung im Bereich zur Altenberger Straße generell und bei beiden im Juni vorgestellten Bebauungsvarianten zu hoch sei.

In der folgenden Abstimmung über bislang eingegangene Anregungen und Bedenken von Trägern öffentlicher Belange sowie Privatpersonen stimmten die Christdemokraten demzufolge stets gegen das Vorhaben. Mit der Stimmenmehrheit der weiteren Fraktionen wurden die Beschlussvorschläge beziehungsweise Abwägungsergebnisse dennoch durchgewunken.

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