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Zwangsunterbringung im „Judenhaus“

Erinnerungen an die Reichspogromnacht vor 84 Jahren und ihre Folgen

Lengerich

Nachdem ihre Wohnungen heute vor 84 Jahren von mit den Nationalsozialisten sympathisierenden Mitbürgern zerstört worden waren, wurden die in Lengerich lebenden Juden zwangsweise im Kaufmann‘schen Haus in der Hermann-Göring-Straße 17, heute Bahnhofstraße 17, untergebracht. Schnell hieß das Haus in der Stadt „Judenhaus“.

Von Bernd Hammerschmidt

Nachdem ihre Wohnungen in der Reichspogromnacht zerstört worden waren, wurden Lina und Eugen Albersheim, Julchen und Helene Meyer, Emma, Selma, Werner, Felix und Norbert Neufeld sowie Hermann Abrahamson Foto: Sammlung Kiepker

Vor 84 Jahren, am 9. und 10. November 1938, wüteten auch in Lengerich Anhänger des Nationalsozialismus gegen die jüdische Bevölkerung. Nach Aufforderung durch die oberste Parteispitze der NSDAP wurden die Synagoge an der Münsterstraße verwüstet, der jüdische Friedhof geschändet und die Geschäfte und Wohnungen der jüdischen Bürgerinnen und Bürger demoliert und zerstört. Das Haus der Witwe Albersheim am Rathausplatz wurde in Brand gesteckt – der heranrückende Löschzug der Feuerwehr bekam die Anweisung, lediglich den angrenzenden Römer und die Stadtkirche vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

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