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20-Jähriger außer Lebensgefahr

Nach Messerstecherei: zwei Lengericher in Untersuchungshaft 

Tecklenburg

Außer Lebensgefahr ist ein 20 Jahre alter Tecklenburger, der am Dienstagabend auf dem Gelände der Gesamtschule durch Messerstiche verletzt worden ist. Nach der Attacke befinden sich nun zwei Männer aus Lengerich in Untersuchungshaft.

Von Michael Baar und Mareike Stratmann

Das Gelände der Haupt- und Gesamtschule war im Zuge der Spurensicherung abgesperrt worden. Foto: Ruth Jacobus

Nachdem ein 20 Jahre alter Tecklenburger am Dienstagabend auf dem Gelände der Gesamtschule durch Messerstiche lebensgefährlich und sein 17-jähriger Begleiter leicht verletzt worden waren, sind am Freitag zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen worden.

Am späten Freitagnachmittag erließ eine Richterin am Amtsgericht Münster Haftbefehl gegen die beiden 20- und 23-jährigen Männer aus Lengerich wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlichen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Abend in einer Pressemitteilung mit.

Dringender Tatverdacht

„Nach den bisherigen Ermittlungen sind die Beschuldigten dringend verdächtig, sich am Dienstagabend mit den beiden Verletzten auf dem Schulgelände zum Drogenverkauf verabredet zu haben“, erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Die beiden 17- und 20-Jährigen aus Tecklenburg sollen allerdings bereits zuvor geplant haben, die Betäubungsmittel nicht zu bezahlen und mit diesen zu flüchten.“

Die Beschuldigten sollen zunächst mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug mit gefälschten Kennzeichen zum verabredeten Treffpunkt gefahren sein und ein Messer im Fahrzeug dabei gehabt haben. Als sie die Drogen übergeben hatten und die Tecklenburger mit den Betäubungsmitteln flüchteten, sollen die Tatverdächtigen hinterhergerannt sein. Bei der im Anschluss entstandenen körperlichen Auseinandersetzung wurde der 20-Jährige durch drei Stiche unter anderem in die Lunge lebensgefährlich und der 17-Jährige leicht verletzt.

Messer wurde bei Festnahme entdeckt

Wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt auf Nachfrage dieser Zeitung bereits am Vormittag erklärt hatte, befindet sich der 20-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr. „Durch wen und auf welche Weise das Messer eingesetzt wurde und ob noch weitere Personen an der Tat beteiligt waren, ist Bestandteil der weiteren Ermittlungen“, erklärt der Leiter der Mordkommission Thomas Masthoff. „Ein mögliches Tatwerkzeug haben wir bei einer Durchsuchung eines Bekannten der beiden Beschuldigten gefunden. Den Hinweis darauf hat der 23-Jährige im Rahmen seiner Vernehmung gegeben.“

Der dringende Tatverdacht hat sich laut der Beamten aufgrund der bisher durchgeführten Ermittlungen und insbesondere aufgrund der Angaben des 17-Jährigen ergeben. Zudem wurden auf dem Schulgelände Reste von Betäubungsmitteln aufgefunden. Der 20-Jährige hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, heißt es in der Pressemitteilung.

Hinweise zum Vorfall nimmt die Polizei (02 51/275-0) entgegen.

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