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Versammlung des GHV

4160 ehrenamtliche Stunden geleistet

Tecklenburg

2022 war ein bedeutsames und besonderes Jahr für den Geschichts- und Heimatverein. Das 100-jährige Bestehen wurde gefeiert und das „Haus im Grund“ eingeweiht. In der Mitgliederversammlung wurde darauf zurückgeblickt.

Sehr gut besucht war die Mitgliederversammlung des GHV. Besondere Themen waren das Jubiläum und die Renovierung vom Haus Im Grund. Foto: GHV

Stolze Zahlen waren es, die der Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins (GH), Frank Bosse, zu verkünden hatte. Im fast vollen Saal konnte Bosse viele Mitglieder begrüßen, die trotz des warmen Wetters den Weg ins evangelische Gemeindehaus gefunden hatten. Durch 15 Neuzugänge ist die Zahl der Mitglieder auf inzwischen 253 angewachsen.

In einem Überblick über die Aktivitäten des GHV im 100. Jahr seines Bestehens betonte Frank Bosse besonders zwei Ereignisse: zum einen die Entwicklung der Arbeiten im vereinseigenen Haus Im Grund mit dem Höhepunkt der Einweihung des Hauses am 11. Juni und zum anderen die Vorbereitung und Durchführung der Feiern zum 100-jährigen Bestehen des Vereins am selben Tag.

Ehrenamtlicher Einsatz

Der stolzen Verkündigung von 4160 ehrenamtlich im Haus Im Grund geleisteten Arbeitsstunden standen die Sorgen gegenüber, die durch Material- und Personalmangel einerseits, durch die enormen Steigerungen der Kosten in beiden Bereichen andererseits verursacht worden waren. Dass dieses Mehr an Kosten wenigstens zu einem Teil aufgefangen werden konnte, sei, so Bosse, neben dem ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder Zuwendungen in Form von Spenden, dem teils unentgeltlichen Einsatz von Handwerkern, Zuwendungen der Stadt und der NRW-Stiftung zu verdanken. Insgesamt, so Bosse, könne die Lage im und am Haus daher inzwischen als gut bezeichnet werden. Geringe Restarbeiten warteten noch auf ihre Erledigung; es fehlten etwa noch Ausstattungsdetails, und zu bewältigen sei ebenfalls noch der Umzug des Archivs aus der Legge ins Gemeinschaftshaus. Eine wichtige Aufgabe aber sei es, möglichst bald einen Verwalter für das Haus zu finden.

Verwalter gesucht

In den Rückblicken auf die Aktivitäten der Arbeitskreise wurde deutlich, in welch geringem Maße die Arbeit des Vereins – trotz aller Befürchtungen – durch Corona und die gegen die Pandemie gerichteten Maßnahmen beeinträchtigt worden waren. Für den Geschichtskreis sprach Heinrich Pelle von lediglich einer Verschiebung eines Vortrags, für den Klön- und Kreativkreis hielt Elke Bücker fest, dass sich in Zukunft eine Mischung aus historischen und kreativen Themen anbiete. Für die Radwandergruppe stellte Klaus-Dieter Rinn künftig getrennte Fahrten für Gruppen mit und ohne E-Bikes in Aussicht. Klaus Frye gab einen Überblick über bedeutende Wanderungen im Laufe des vergangenen Jahres.

Werner Harlinghausen betonte die Freude von Kindern und Erwachsenen an den vom Verein organisierten Naturerlebnissen, bedauerte aber, dass die Angebote überwiegend von Mitgliedern aus dem bildungsbürgerlichen Milieu wahrgenommen würden.

Für die Partnerschaft mit der Gruppe La Sabotiere aus Chalonnes erinnerte Björn Hollenberg an den Besuch einer großen Gruppe von Tecklenburgern in Chalonnes im Mai des Jahres und an den sehr aufwendigen Besuch einer Gruppe aus Chalonnes anlässlich der Jubiläumsfeiern des Vereins im Juni.

Abschließend zu den Rückblicken dankte Frank Bosse den Wanderwegebetreuern und den Postverteilern für ihre wertvolle Arbeit.

Der Bericht des Kassenwarts Stelios Katsarou ließ die insgesamt solide finanzielle Lage des Vereins erkennen. Dem Antrag von Kassenprüfer Johan Altmann auf Entlastung des Vorstands wurde mit einer Enthaltung entsprochen. Johan Altmann und André Wohnfurter wurden in ihren Ämtern als Kassenprüfer wiedergewählt.

Dank an Kurt Felgenhauer

In seinem nachfolgenden Dank an die Mitglieder des Vorstands für die seit der letzten Versammlung geleistete Arbeit hob Frank Bosse besonders das Wirken des inzwischen aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausgeschiedenen stellvertretenden Vorsitzenden Kurt Felgenhauer hervor. Er habe sich in seiner aktiven Zeit große Verdienste um den GHV und besonders um die Fortschritte bei der Arbeit im und am Haus Im Grund erworben.

Für die künftige Arbeit des Vereins sei aber eventuell eine Neuorientierung notwendig, da Beispiele aus dem Kreis zeigten, wie schwierig es sei, einen verantwortlichen Vorsitzenden für die Vereinsarbeit zu gewinnen. Eine Arbeitsgruppe sei eingerichtet mit dem Ziel der Entwicklung von Alternativen zu aktuellen Vorstandsstrukturen.

In einem nachfolgenden Wahlgang wurde als Ersatz für Kurt Felgenhauer Björn Hollenberg mit einer Enthaltung zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Abschließend stellte Frank Bosse einige Projekte vor, die den Verein in den kommenden Monaten beschäftigen sollen. Das sind unter anderem ein Tagesausflug in die niederländische Hansestadt Hattem, die Digitalisierung des Archivs, die Bauabnahme und die Bestellung eines Verwalters für das Haus Im Grund.

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