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Resümee und Blick nach vorn

97.000 Besucher auf der Tecklenburger Freilichtbühne

Tecklenburg

Über 97.000 Besucher machten die Saison 2016 zu einer Erfolgsgeschichte. Mit „Artus“, Saturday Night Fever“ und „Drei Musketiere“ war das Programm vielseitig. Intendant Radulf Beuleke berichtete im Fachausschuss und kündigte an, in drei Jahren aufhören zu wollen.

Ruth Jacobus

„Saturday Night Fever“ war das Erfolgsmusical. Über 40000 Besucher sahen das Erfolgsstück mit Alexander Klaws in der Hauptrolle. Foto: Detlef Dowidat

Die Zahlen sind beeindruckend: Gut 97 000 Besucher (inklusive Sonderveranstaltungen) kamen in dieser Saison zur Freilichtbühne. Der Kartenvorverkauf für 2017, der am 15. November begonnen hat, läuft hervorragend. An den ersten drei Tagen gab es gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 40 Prozent. „Der Andrang hat uns fast in die Knie gezwungen“, berichtete Intendant Radulf Beuleke am Dienstagabend im Ausschuss für Umwelt, Kultur und Touristik.

25.400 Besucher kamen in der nun beendeten Saison zum Familienmusical „Drei Musketiere“, 25.130 sahen sich „Artus“ an und 41.494 bejubelten „Saturday Night Fever“. Letzteres, mit Alexander Klaws in der Hauptrolle, sei reines Unterhaltungstheater gewesen. „Artus“ sei ein Stück, das viele wesentlich stärker berührt habe, erläuterte Beuleke. „Das ist der Stil, den wir anstreben: zwei Seiten vom Theater zu zeigen. Einmal schwergewichtig und dramatisch, einmal Unterhaltung und Show.“

Das wird im nächsten Jahr der Fall sein. Gezeigt wird „Shrek“. 30 Märchenfiguren, von Frau Holle bis zu Hänsel und Gretel“ spielen in dem schrägen Musical mit. Dramatisch wird es in „Rebecca“. Fünf Jahre lang habe man mit den Bühnen in Wien verhandelt, um die Rechte zu bekommen. Als Kinderstück wird Aladin gezeigt. Beuleke schreibt derzeit das Drehbuch, das bis Weihnachten fertig sein soll.

450.000 Euro haben die Freilichtspiele in die neue Überdachung investiert – aus eigenen Mitteln. Ein Kredit war nicht notwendig. Beuleke machte deutlich, dass wegen der alten Bausubstanz weitere Investitionen notwendig sind. Erhebliche Probleme gebe es zum Beispiel bei den Toiletten und Garderoben für die Künstler.

Vier hauptamtliche Kräfte (zwei in der Geschäftsstelle, zwei im technischen Bereich) beschäftigt die Bühne. Hinzu kommen 40 Saisonkräfte, zum Beispiel für Bühnenbild und Kostüme, sowie rund 40 Darsteller, Orchester und Chor. „Wir sind ein richtiger Arbeitgeber“, hielt Beuleke fest.

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Auszeichnung: Die Leser des Fachmagazins „Musicals“ haben „Saturday Night Fever“ zur besten neuen Musical-Produktion der Spielzeit 2015/2016 gekürt.

Ausblick: Im kommenden Jahr läuft unter anderem das Musical "Shrek".

Zusammenbruch: Schreck im August: Musical-Star Alexander Klaws brach hinter der Bühne zusammen.

Interview: Nadja Scheiwiller und Alexander Klaws haben die Hauptrollen in „Saturday Night Fever“ gespielt. Ein Interview.

Stellte sich noch die Frage nach der Perspektive. Die kam von Frank Nowroth (SPD). Der wollte wissen, ob sich der Intendant darüber und über eine weitere Professionalisierung der Bühne Gedanken gemacht habe. Hat er. „Ich reiße das Thema auf jeder zweiten Vorstandssitzung an. Ich bin 70 Jahre alt. Drei Jahre mache ich es noch“, kündigte Beuleke an.“ Dann müsste sich die Bühne einen bezahlten Intendanten suchen.“ In welchen Dimensionen die Bühne bereits arbeitet, verdeutlichte er an einer weiteren Zahl: Ich verwalte einen Etat von 2,9 Millionen Euro. Das ist kein Pappenstiel.“

Vorstandswahlen stehen übrigens auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung, die am Samstag, 26. November, um 17 Uhr bei Folsche in Ledde beginnt.

Im Ausschuss wusste man das Engagement des Intendanten zu würdigen: „Das Programm macht richtig Spaß. Vielen Dank für ihre Arbeit“, kam es von Marielies Saatkamp (Grüne), die Stammgast auf der Bühne ist.

Ebenso wie Bürgermeister Stefan Streit: „Es gehört bei den Darstellern zum guten Ton, einmal in Tecklenburg auf der Freilichtbühne gestanden zu haben“, berichtete er. Sie bringe einen Mehrwert für die Festspielstadt und habe eine enorme Strahlkraft.

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