Aktion des Heimatvereins

Alte Häuser damals und heute

Tecklenburg-Leeden

Für Freunde der Ortsgeschichte ist es ein kleiner Schatz, der viel zu schade dazu ist, dass man ihn verstauben lässt: ein Fotoalbum aus dem Jahr 1958. Darin enthalten sind Bilder von den genau 305 Häusern, die es damals in Leeden gab. Wie sehen die Gebäude heute aus? Gibt es sie überhaupt noch? Die Heimatfreunde Rudolf Rogowski und Jörg Wahlbrink haben sich Spurensuche begeben. Am Ergebnis wollen sie die Öffentlichkeit teilhaben lassen. Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun. Hilfe ist ausdrücklich erwünscht.

Ruth Jacobus

Jörg Wahlbrink und Rudolf Rogowski haben damit begonnen, die Leedener Häuser zu fotografieren. Sie suchen noch Mitstreiter. Foto:

Das Fotoalbum stammt von Hubert Katharina Röttgen aus Loose. Er war Gründungsmitglied des Leedener Heimatvereins. „Er hatte immer, wenn er unterwegs war, eine Kamera dabei“, erinnert sich Jörg Wahlbrink an den 1998 verstorbenen Heimatfreund. Er habe zu Hause mit dem Fotografieren angefangen, es dann auf Loose und später auf ganz Leeden ausgedehnt, fügt Rudolf Rogowski hinzu, Vorsitzender des Heimatvereins. 1958 habe es nur drei Anschriften gegeben: Loose (Hausnummern 1 bis 75), Oberberge (1 bis 111) und Stift (1 bis 64).

Das Album hat Röttgen der Gemeinde überlassen,, die es 1972 dem Heimatverein übergeben hat, der es seitdem gut hütet. In den Jahren 1997/98 haben Mitglieder zum ersten Mal damit begonnen, die in dem dicken Buch sorgfältig notierten alten Adressen den aktuellen zuzuordnen. So ist zum Beispiel Loose 22 heute Pötterfeldweg 22.

Rogowski und Wahlbrink sind bereits seit geraumer Zeit unterwegs, die Häuser abzulichten. Entstehen soll eine Gegenüberstellung der früheren Ansicht mit der heutigen. Die aktuellen Bilder sollen aus der gleichen Perspektive gemacht werden wie die alten. Dafür suchen die beiden Heimatfreunde noch Mitstreiter. 2020 soll alles fertiggestellt sein, so das ehrgeizige Ziel.

Natürlich werden die Eigentümer der Häuser um Erlaubnis gebeten. „Nein hat noch niemand gesagt“, freut sich Wahlbrink. Oft würden die Bewohner auch Geschichten zum Haus kennen und erzählen.

Nun wird noch überlegt, „wie wir das unters Volks bringen“, so Rogowski. Die Idee, an den Häusern Schilder aufzustellen, wurde schnell verworfen. Schließlich bietet die moderne Technik auch andere Möglichkeiten, über das Smartphone zum Beispiel. Auf jeden Fall werde es aber im Stiftsmuseum eine Ausstellung geben, kündigt der Heimatvereins-Vorsitzende an.

Zum Thema

Wer den Heimatverein bei der Aktion unterstützen möchte, kann sich über das Kontaktformular auf der Homepage melden unter www.heimatverein-leeden.de.

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