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Anja Karliczek und Bündnis sprechen über Zukunft der TWE-Strecke

Ausflugsbahn als Touristen-Magnet

Tecklenburg-Brochterbeck

Die Vorbereitungen laufen: Die Strecke der Teutoburger Wald-Eisenbahn soll wieder touristisch genutzt werden. Dazu haben das Bürgerbündnis und das Aktionsbündnis Pläne geschmiedet. Darüber sprachen sie jetzt mit der Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek, die sich als tourismuspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion eine gezielte Förderung und Weiterentwicklung des nachhaltigen Verkehrs und des Tourismus zur Aufgabe gemacht hat.

Anja Karliczek (2. von links) sprach in Brochterbeck mit Vertretern des Bürgerbündnisses und des Aktionsbündnisses pro Teutoburger Waldeisenbahn über die Zukunft der Strecke und des alten Bahnhofs in Tecklenburg. Foto: Aktionsbündnis

Es geht voran mit der Ertüchtigung der seit 2010 nicht mehr durchgehend befahrbaren Teutoburger Wald-Eisenbahn. Anstelle der alten, maroden Holzschwellen werden im gesamten Streckenverlauf fabrikneue Betonschwellen eingebaut und das Schotterbett erneuert. Damit wird eine zeitgemäße Bahnanlage geschaffen, die endlich auch die Wiederaufnahme des Ausflugsverkehrs auf der Schiene möglich macht. Wie das Aktionsbündnis pro Teutoburger Wald-Eisenbahn mitteilt, soll die Strecke zwischen Gütersloh und Lengerich bis Ende 2022 befahrbar sein, 2024 dann wieder durchgängig bis Ibbenbüren. Nun ist es an der Zeit, den schon seit Jahren geplanten touristischen Verkehr in den Sommermonaten vorzubereiten.

Über Ideen und Pläne, die das Aktionsbündnis pro Teutoburger Waldeisenbahn gemeinsam mit dem Bürger-Bündnis Tecklenburg entwickelt hat, sprachen Vertreter des Bündnisses mit der Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek in Brochterbeck. Die CDU-Politikerin hat sich als tourismuspolitische Sprecherin ihrer Fraktion die gezielte Förderung und Weiterentwicklung des nachhaltigen Verkehrs und des Tourismus in unserer Region zur Aufgabe gemacht.

Personelle Ausstattung ist ein Problem

Als Problem für eine schnelle und dauerhafte – auch an Wochentagen – Inbetriebnahme ist die personelle Ausstattung des bisher fast ausschließlich mit ehrenamtlich Tätigen betriebenen Projekts. „Ein regelmäßiger Saisonverkehr ist allein mit ehrenamtlichen Kräften nicht zu machen. Dafür brauchen wir Unterstützung“, waren sich die Vertreter des Bürgerbündnis Tecklenburg und des Aktionsbündnis pro Teutoburger Wald-Eisenbahn mit Anja Karliczek einig. Ein solches Angebot könne ohne Unterstützung durch die Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr in NRW nicht auf die Beine gestellt werden. Es gebe viele Beispiele, wo so etwas sehr gut funktioniere, wie etwa in Baden-Württemberg auf den Strecken (Ulm-) Schelklingen – Münsingen – Engstingen und Radolfzell – Sauldorf - Mengen oder auch in hohen Norden zwischen Bremen – Bremervörde und Stade.

Die TWE als Ausflugsbahn könnte die vielfach noch vorhandenen Zeugnisse der früheren Kalk- und Zementindustrie des nördlichen Teutoburger Waldes erschließen. Das Bürgerbündnis Tecklenburg wünscht sich in einem ersten Schritt ein Informationszentrum, das nicht nur die Industriegeschichte der Region präsentiert, sondern auch an die Teutoburger Wald-Eisenbahn erinnert, die die wirtschaftliche Entwicklung der Region maßgeblich mit beeinflusst hat.

Und wo könnte eine solcher Raum der Erinnerungen einen besonders geeigneten Platz finden? In dem früheren Bahnhofsgebäude der Teutoburger Wald-Eisenbahn in Tecklenburg beispielsweise, doch dieses befindet sich in Privatbesitz und es steht noch nicht fest, was einmal daraus werden soll, teilt das Aktionsbündnis mit. Das historische Empfangsgebäude mit Güterschuppen ist ein typischer Bahnbau aus der Zeit der Jahrhundertwende. „Dieser Bau sollte auf jeden Fall für die Nachwelt erhalten bleiben“, waren sich Anja Karliczek und ihre Gesprächspartner einig. Zu diesen Themen sind weitere Gespräche geplant.

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