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Integriertes Stadtentwicklungskonzept

Barrierefrei ist nicht zu schaffen

Tecklenburg

Die Barriere-Armut im öffentlichen Raum – auf Straßen, Wegen und Plätzen – soll konsequent und fortlaufend weiterentwickelt werden. So steht es im Integrierten Stadtentwicklungskonzept.

Ruth Jacobus

Auch die Schlossstraße soll barriere-arm gestaltet werden. Dazu wird ein Teil des Pflasters aufgenommen und abgeschliffen. Foto: Ruth Jacobus

Der Bummel durch die Altstadt kann mitunter beschwerlich sein. Das Pflaster ist nicht überall leicht zu begehen – vor allem nicht mit Kinderwagen oder Rollator. Hinzu kommen durch die Topografie natürliche Hürden. Die Festspielstadt barrierefrei zu gestalten, ist nicht möglich. Aber barrierearm – das soll versucht werden. Im Isek (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) werden dazu Maßnahmen vorgeschlagen, die in den Jahren 2023 bis 2026 umgesetzt werden sollen. Kostenpunkt: 480 000 Euro.

„Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem Anspruch, am Wohnstandort Tecklenburger Zentrum alt werden, sich selbstständig versorgen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, kommt der barriere-armen Stadtentwicklung eine besondere Bedeutung zu“, wird es im Isek festgehalten. Der Handlungsdruck werde dabei durch die zahlreichen Besucher der Altstadt, die Fußwege von den Parkplätzen zu den touristischen Zielen zurücklegen müssen, und die besonderen topografischen Bedingungen noch einmal verstärkt. „Auch für die Familien ergibt sich hinsichtlich der Mobilität mit Kinderwagen ein Handlungsbedarf.“ Deshalb soll laut Isek die Barriere-Armut im öffentlichen Raum – auf Straßen, Wegen und Plätzen – konsequent und fortlaufend weiterentwickelt werden.

Aus dem Isek

Bislang wurde Barriere-Armut zumeist dort hergestellt, wo aus anderen Anlässen heraus öffentliche Baumaßnahmen durchgeführt wurden, stellt das Isek fest. Vor dem Hintergrund des Handlungsdrucks sei es zukünftig erforderlich, die Barriere-Armut bei wichtigen Wegebeziehungen und besonderen Aufenthalts- und Identifikationsorten der Bürger auch ohne konkreten Anlass herzustellen. Das Programm „Anlasslose Barriere-Armut“ umfasse deshalb ein realistisches Maßnahmenpaket zur schrittweisen Umgestaltung des Ortskerns.

Wie das konkret aussehen soll? „Im Tecklenburger Zentrum, das durch enge Gassen, Stiegen und Kopfsteinpflaster geprägt ist, soll mit Zielrichtung eines barrierearmen Altstadtrundgangs auf folgenden Straßenzügen ein Anschleifen und Neueinsetzen des Pflasters auf Spuren von 1,50 Meter Breite erfolgen:

Bauabschnitt 1: Landrat-Schultz-Straße (vom Rathaus über den Markt bis zur Legge) inklusive Stich zum Kulturhaus am Meesenhof und dem neuen Heimathaus Im Grund.

Bauabschnitt 2: Howe­sträßchen (bis zur Grundschule).

Bauabschnitt 3: Schlossstraße.

Bauabschnitt 4: Ibbenbürener Straße.

Die Gesamtkosten werden auf 480 000 Euro geschätzt. An Landeszuwendungen wird mit 336 000 Euro gerechnet.

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