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Unterhaltungsverband Goldbach

Beitrag der Anlieger bleibt konstant

Tecklenburg-Leeden

Der Haushalt 2021 ist mit 77 400 Euro ausgeglichen bei einer Rücklagenentnahme von 9000 Euro. Es verbleibt das immer gewünschte und notwendige Rücklagenpolster von 10 000 Euro zum Beispiel für Uferabbrüche. Diese Zahlen wurden bei der Vorstandssitzung des Unterhaltungsverbandes Goldbach genannt.

wn

Freuen sich über den Vertragsabschluss: Hermann Pötter, Wilfried Brönstrup, Christian Niemöller und Bernd Pieper (von links). Foto: UV Goldbach

Der öffentlich-rechtliche Unterhaltungsverband Goldbach hat eine Vorstandssitzung abgehalten, um 2021 seine Aufgaben überhaupt wahrnehmen zu können. Die Mitgliederversammlung am 19. März wurde wegen der Pandemie abgesagt. Diese und die Ausschusssitzung werden auf Sommer/Herbst 2021 verschoben. Trotzdem erhalten die Ausschussmitglieder nach der Vorstandssitzung den Haushaltsplan 2021 und die Ergebnisse der Vorstandssitzung. Darauf weist der Verband in einer Pressemitteilung hin.

In der Vorstandssitzung stellte der stellvertretende Verbandsvorsteher Wilfried Brönstrup das Ergebnis der ausgeglichenen Jahresrechnung 2019 mit 69 000 Euro und einem verbleibendem Rücklagevermögen vor. Auch die Prognose für die ausgeglichene Jahresrechnung 2020 wurde mit 68 000 Euro und einem verbleibendem Sockelbetrag in der Rücklage vorgestellt. Der Bericht über die Prüfung der Jahresabschlüsse durch das Rechnungsprüfungsamt des Kreises Steinfurt für 2016 bis 2019 sieht eine Entlastung des Vorstandes vor.

Der Haushalt 2021 ist mit 77 400 Euro ausgeglichen bei einer Rücklagenentnahme von 9000 Euro. Es verbleibt das immer gewünschte und notwendige Rücklagenpolster von 10 000 Euro zum Beispiel für Uferabbrüche. Brönstrup war stolz darauf, dass auch der Haushalt 2021 nach elf Jahren den Hektar-Satz von 14 Euro hält. Im Altkreis Tecklenburg liegt ein Verband schon bei 27 Euro pro Hektar. Alle Grundstückseigentümer im Verbandsgebiet von Lengerich, Tecklenburg und Lotte können sich freuen, für den Unterhaltungsverband Goldbach keinen höheren Beitrag auf ihrem Grundsteuerbescheid zu finden. Trotzdem sei ein freier Gewässerabfluss unter ökologischen Vorgaben gewährleistet, teilt der Verband mit. Darüber wachen Verbandsvorsteher Hermann Pötter, Verbandstechniker Bernd Pieper und sieben Schaubeauftragte ehrenamtlich. Der Vorstand stimmte einstimmig dem Haushalt zu.

Freier Gewässerabfluss unter ökologischen Vorgaben gewährleistet

Der Unternehmer Christian Niemöller mit Bauhof in Lotte (er arbeitet auch für die Düte-Aa) hatte den bisherigen Fünf-Jahresvertrag fristgemäß gekündigt. Eine beschränkte öffentliche Ausschreibung ergab, dass Niemöller Mindestbietender blieb und nach 30 Jahren in dritter Generation weiter für den Verband arbeiten darf. Die zwar moderate Preiserhöhung führt allerdings zu einem höheren Finanzaufwand, der den Rücklagebestand nachhaltig aufzehren wird. Der Vorstand genehmigte einstimmig den abgeschlossenen Vertrag.

Brönstrup ging dann ausführlich auf die in den vergangenen drei Jahren der dem Goldbach vom Gesetzgeber gestellten Aufgaben und Lösungen nach der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ein. Danach ergeben sich Maßnahmen mit einem erwarteten Volumen von zwei bis 2,5 Millionen Euro. Unter anderem sollen Querbauwerke im Grenzgewässer Goldbach beseitigt werden.

Außerdem wurde auf die von der Gemeinde Hagen aTW (der Goldbach entspringt im Grenzbereich Hagen/Holperdorp) erstellten zwei Regenrückhaltebecken am Goldbach hingewiesen. Ein Becken (Himmelreich) fasst 42 000 Kubikmeter, das zweite Becken (Forellental) 25 000 Kubikmeter. Das Investitionsvolumen lag bei 1,3 Millionen Euro. Starkregenereignisse waren 2010/2015 der Anlass, als viele Keller, sogar Wohnzimmer, in Hagen überflutet waren. Für den Goldbach bedeutet das für die bekannten Überschwemmungsgebiete Brockschmiede in Leeden und auch Bereiche in Lotte eine deutliche Entlastung.

Brönstrup schloss seinen Vortrag mit der Feststellung: Neuer Unternehmervertrag, Sicherstellung der Aufgabenerfüllung nach der Wasserrahmenrichtlinie und Beibehaltung des Hektar-Satzes von 14 Euro sind eine gute Ausgangssituation für eine erfreuliche wasserwirtschaftlich-ökologische Zukunft für die Unterhaltung der 80 Kilometer Wasserläufe im Verbandsgebiet. Die ehrenamtliche Tätigkeit aller für die eigentliche Pflichtaufgabe der Gemeinde lohnt sich für alle Grundstückseigentümer.

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