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Fachausschuss einstimmig für Bebauungsplanänderung „Rosenstraße“

Betreutes Wohnen ist begehrt

Tecklenburg-Leeden

Nun muss noch der Stadtrat zustimmen, dann kann es etwas werden mit dem Bau einer Seniorenwohnanlage.

Von Ruth Jacobus

Wenn der Stadtrat am 17. Mai der Bebauungsplanänderung zustimmt, kann dort, wo noch die Kirche St. Hedwig steht, eine Seniorenwohnanlage gebaut werden. Foto:

Es ergeben sich keine regelmäßigen Beeinträchtigungen für die Anlieger durch Parkende – und auch das Oberflächenwasser läuft ab. Somit ergäben sich keine Erfordernisse, den Plan zu ändern. So lautet das Fazit vom Planungsbüro Hahm, das die Einwendungen gegen den Bebauungsplanentwurf „Rosenstraße“ abgewogen hat. Konkret geht es um die Errichtung einer Seniorenwohnanlage. Der Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt dem Stadtrat einstimmig, dem entsprechenden Planentwurf zuzustimmen und ihn als Satzung zu verabschieden. Dann wäre der Weg frei für den Abriss der Kirche St. Hedwig und den Bau der Seniorenanlage.

Oberflächenwasser

Zum Oberflächenwasser erläuterte Bernd Pieper, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt, dass vorgesehen sei, den Kanal, der unter dem Grundstück verläuft, zu vergrößern und umzulegen in die Elbinger Straße, „damit wir ein Rückstauvolumen haben“. Konkreter erläuterte Heinrich Gomer vom planenden Büro Flick die Maßnahme. Der Vorfluter gehe mitten über die Fläche. „Diese Fehlplanung soll behoben werden.“ So soll die gesamte Fläche an den neuen Vorfluter angeschlossen werden.

Ein Starkregenereignis mit 30 Liter Wasser pro Quadratmeter kann so aufgefangen werden. „Es ist das Ziel, die Nachbarn zu schützen.“ 80 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter „kann kein Netz abführen“. Die Wassermengen müssten auf dem Grundstück zurückgehalten werden „Der Investor trägt dafür Sorge.“

Der Investor, das ist die Sander Pflege GmbH. Deren Geschäftsführer Gunnar Sander informierte auf Nachfrage über den Parkplatzbedarf. Vorgesehen sind 19 Plätze. Die Menschen, die in das betreute Wohnen beziehungsweise die Pflegeeinrichtung einzögen, seien in ihrer Mobilität eingeschränkt beziehungsweise besitzen kein Auto.

Parkplatzbedarf

Die Wohnungen im betreuten Wohnen würden zum Kauf angeboten, erläuterte Sander weiter. Sie werden nicht alle vom Eigentümer genutzt, sondern teilweise vermietet. Um zu gewährleisten, dass dort tatsächlich auch Senioren einziehen, gebe es eine Präambel im Kaufvertrag, dass Menschen ab 65 Jahren dort einziehen dürfen. Und es gebe einen Betreuungsvertrag. „Ein Student würde nicht unterschreiben, sich betreuen zu lassen.“

Auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Dr. Felix Kessens berichtete Sander, dass die Nachfrage nach dem betreuten Wohnen sehr hoch sei. 20 bis 25 Namen würden auf der Liste stehen.

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