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Interessengemeinschaft „Authentisches Tecklenburg“ übergibt Unterschriftenlisten

Burgruine liegt ihnen am Herzen

Tecklenburg

Sie wünschen sich einen „pfleglichen und respektvollen Umgang“ mit dem Burggelände, fordern einen freigeschnittenen Rundweg mit Sichtbeziehungen und dass die Wiese neben der Ruine beziehungsweise Freilichtbühne frei von jeglichem Autoverkehr ist. Die Interessengemeinschaft „Authentisches Tecklenburg“ hat deshalb 245 Unterschriften gesammelt und sie am Freitag Bürgermeister Stefan Streit übergeben.

Ruth Jacobus

Ludger Busch (2. von rechts) überreichte die Unterschriftenlisten an Bürgermeister Stefan Streit. Foto: Ruth Jacobus

Ludger Busch erläuterte im Namen der Initiative, dass Sichtachsen wichtig seien, um in die Tiefe und die Weite blicken zu können. Unnötiger Verkehr zur Burgruine solle verbannt werden. Denn er störe nicht nur, sondern erhöhe auch die Unterhaltungskosten der Wege und gefährde Spaziergänger. Er selbst habe erst jüngst zur Seite springen müssen, weil ein Auto in Höhe des Krönchens schnell um die Ecke gekommen sei. Und – nahezu unglaublich – es gebe Autofahrer, die in den frühen Morgenstunden den „Weg“ von der Jugendherberge über die Burgruine und dann durch das Schlosstor als Abkürzung nehmen.

Das alles wird sich in absehbarer Zeit ändern. Das Areal am Burgberg soll umgestaltet und verschönert und der Verkehr, bis auf wenige Ausnahmen, verbannt werden. Bürgermeister Stefan Streit informierte die Mitglieder der Initiative, dass die Thematik gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt (als Eigentümer der Wege) angepackt und ein Konzept entwickelt worden sei. Man habe alle Beteiligten zusammengeführt. „Es war ein schwieriger Dialogprozess“, so Streit. Man habe einen Kompromiss gefunden, den er am 15. September in der Sitzung des Stadtrates vorstellen werde.

Ohne ins Detail gehen zu wollen, verriet der Bürgermeister schon einmal, dass die Parkmöglichkeiten direkt an der Bühne auf ein Minimum (unter zehn) beschränkt werden sollen. Nur wenige Personen sollen eine Zufahrtsgenehmigung bekommen, unter anderem die Dresserinnen, die mit rund 450 Kostümen unterwegs seien. An der Jugendherberge und am Löwentor sollen Schranken oder Poller aufgestellt werden. Da die auf der Bühne auftretenden Künstler Parkplätze für ihre Fahrzeuge brauchen, sollen ihnen welche auf öffentlichen Parkplätzen zur Verfügung gestellt werden.

Die Umgestaltung des Burgbergs soll unter anderem mit Fördermitteln (70 Prozent der Kosten) des Landes umgesetzt werden.

Die Anlieger hörten das gerne, verwiesen aber unter anderem darauf, dass sich der Burgberg teilweise in einem solch ungepflegten Zustand präsentiere, dass es peinlich sei.

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