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Alter Bahnhof

Denkmalschutz vorerst kein Thema

Tecklenburg

Bereits im Juni hat der Stadtrat eine Entscheidung über die Denkmalwürdigkeit des alten Bahnhofs verschoben. Das ist jetzt wieder der Fall. Vor der Prüfung sollen die Pläne des Eigentümers für die künftige Nutzung eingesehen werden.

Michael Baar

Der Tecklenburger Bahnhof wurde am 19. Juli 1901 eingeweiht.           Foto: Michael Schwakenberg

Der alte Tecklenburger Bahnhof soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Dafür haben sich sowohl das Bürger-Bündnis als auch das Aktionsbündnis pro TWE ausgesprochen (wir berichteten). Eine Entscheidung über diese Anträge ist im Juni im Stadtrat auf die Septembersitzung verschoben worden. Jetzt hat das Kommunalparlament erneut eine Verlängerung eingeräumt.

Bereits im Juni hatte eine Vertreterin der Tiebor Betriebsgesellschaft – dem Unternehmen gehört das Gebäude – festgestellt, dass dieses Ansinnen „zur unrechten Zeit“ komme. Zur Begründung verwies sie darauf, dass sich Tiebor in einer Phase befinde, in der konzeptionell etwas Neues entwickelt werde. Im Grundsatz, so betonte die Tiebor-Vertreterin vor drei Monaten, solle das Gebäude denkmalgerecht wiederhergestellt werden.

Voraussetzung für eine Unterschutzstellung wäre ein Antrag der Stadt an das Amt für Denkmalpflege beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Denkmalwürdigkeit des alten Bahnhofs zu prüfen. Nach Angaben des Aktionsbündnisses ist an dem Gebäude in Tecklenburg „noch das weitestgehend unverfälschte und originale Erscheinungsbild seiner Entstehungszeit ablesbar“. Eröffnet wurde der Bahnhof mit Inbetriebnahme der Teutoburger Wald-Eisenbahn am 19. Juli 1901.

Wie schon in der Juni-Sitzung sprach sich der Stadtrat jetzt erneut dafür aus, dem Besitzer Zeit einzuräumen, um seine Planungen abzuschließen. Eine Entscheidung wird der neue Stadtrat, nach vorheriger Beratung im Bauausschuss, fällen.

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