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Märchenhafter Auftakt

Mit der Premiere von „Der Zauberer von Oz“ beginnt die Bühnensaison

Tecklenburg

Am Sonntag hat die „bühnenlose“ Zeit ein Ende, nach über zwei Jahren Corona-Durststrecke starten die Freilichtspiele Tecklenburg in die Saison 2022. Zum Auftakt feiert das Kinderstück „Der Zauberer von Oz“ Premiere.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

50 Darsteller umfasst das Ensemble, das „Der Zauberer von Oz“ auf die Bühne bringt. Foto: Freilichtspiele Tecklenburg

Betriebsamkeit und hier und da auch einmal etwas Gewusel – auf die Freilichtbühne ist das Leben zurückgekehrt. Das hat seinen Grund: Die ersten Besucher in diesem Jahr werden in Kürze erwartet. Ab Sonntag, 22. Mai, steht „Der Zauberer von Oz“ auf dem Programm. Es ist die erste Premiere seit 2019. Besondere Tage also für das große Team rund um Intendant Radulf Beuleke.

Doch dem ist während der Proben am Montag von Nervosität nichts anzumerken, vielmehr strahlt er die Gelassenheit von 30 Jahren Freilichtbühnen-Erfahrung aus. Für die kommenden Wochen und Monaten zeigt er sich optimistisch. Nach zwei Jahren der Einschränkungen „haben die Leute eine Art Sehnsucht“ nach Dingen wie dem Theater. Davon, glaubt Beuleke, werde auch die Bühne in Tecklenburg profitieren.

Zu dem US-amerikanischen Klassiker – das Buch „The Wonderful Wizard of Oz“ erschien 1900, die bekannteste Verfilmung kam 1939 in die Kinos – sagt der Intendant, dass es eine „schöne, bunte Geschichte“ sei, die es wert sei, wieder einmal erzählt zu werden. Es gehe um Freundschaft, Abenteuer und Heimat und es gehe darum, wie gemeinsam Ziele erreicht werden können. All das sei verbunden mit Figuren, „die Spaß machen“.

Einen Eindruck gibt es am Montag. Lasarah Sattler, die unter der Regie von Janina Niehus und Jan Altenbockum, die Hauptfigur Dorothy spielt, positioniert sich für die Fotografen mit verschiedenen Protagonisten auf der Bühne. Mal sind es die Hexen Glinda, Flora und Tessa, mal Löwe, Blechmann, Vogelscheuche und Hund Toto, mal weiße Hasen. Beuleke, der das Buch für das Stück geschrieben hat, sagt, dass er sich natürlich von Buch und Film gelöst habe, um die Handlung den Gegebenheiten der Bühne anzupassen. Deren Größe mache aber auch einiges möglich.

Mehr als 25 „Der Zauberer von Oz“-Vorstellungen wird es bis zum Ende der Saison 2022 geben. Die Schulvorstellung Anfang Juni sei ausverkauft, für alle anderen Termine gebe es noch genügend Tickets, versichert Beuleke. „Auch für Sonntag.“

Bei der Frage, ab welchem Alter das Stück denn geeignet sei, verweist der Intendant mit einem Lächeln auf seine fünfjährige Enkeltochter, die bei einer Probe zugeschaut habe und „nach 30 Sekunden nur noch gestaunt hat“.

Die fantastische Reise der jungen Dorothy, die durch einen Sturm in das ferne Land Oz gerät, wird von einem 50-köpfigen Ensem-ble gespielt. Es sind zehn Profi-Musicaldarsteller dabei und 40 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren. Für die farbenfrohen und aufwendigen Kostüme ist Janine Hagedorn verantwortlich, fürs Bühnenbild Jens Janke. „Giorgio Radoja hat die gesamte Musik für das Musical noch einmal überarbeitet und den Darstellern angepasst“, berichtet Beuleke von den Vorbereitungen. Geprobt wird seit dem letzten Aprilwochenende.

Da, wie auch in Fußballstadien, keine Beschränkungen mehr bei den Zuschauerkapazitäten bestehen, können wieder bis zu 2300 Besucher bei den Vorstellungen dabei sein. Beuleke sagt, dass die Sitzordnung wieder „traditionell“ sei, Abstandsregeln sind gleichwohl einzuhalten.

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