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Kinderfeuerwehr

Der Nachwuchs ist gut gerüstet

Tecklenburg

Welches Kind träumt nicht einmal davon, in einem großen Feuerwehrauto zu fahren, laut tönende Martinshorn anzuschalten und Menschen zu helfen, im besten Falle zu retten? In Tecklenburg treten seit Sommer vergangenen Jahres 25 Kinder in die Fußstapfen der großen Feuerwehrleute, machen ihre ersten Erfahrungen mit den Geräten, Rettungstechniken und der Gruppendynamik. Das Motto: „Hauptsache Spaß.“ Alles zu erleben bei der Kinderfeuerwehr des Löschzuges Tecklenburg.

Luca Pals

Viel Spaß und Freude zeigen die zahlreichen Kids der neu gegründeten „Kinderfeuerwehr Tecklenburg.“ Sei es vor dem großen Feuerwehrwagen oder bei der Einstellung von Rauchmeldern. Foto: Luca Pals

Besonders: Die Kinder- Abteilung war bei der Gründung im Februar 2017 die erste ihrer Art im Kreis Steinfurt. Mittlerweile gibt es auch eine in Altenberge. Im Regierungsbezirk Münster sind es nur fünf. Dass sie eine gute Idee zum Nachahmen sei, meint Dr. Sandra Jünger. Sie ist offiziell „Stadtkinderfeuerwehrwartin“ – ein langes Wort, findet nicht nur die seit vielen Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr engagierte Tecklenburgerin. Jünger: „Wir wollen die Kinder möglichst früh für die Wehr und diesen so wichtigen Dienst begeistern und sie fördern.“ Dass die Wehren vielerorts Nachwuchsprobleme haben, war wohl ein Grund dafür, dass die Kinderfeuerwehr im Februar 2017 offiziell gegründet worden ist. Jünger: „Das Defizit merkt man vor allem bei den Erwachsenen.“ Und bei den Kids? „Wir sind voll ausgebucht“, freut sich Jünger über den großen Ansturm der kleinen Feuerwehr-Fans. Angelegt ist die Gruppe für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, die ältesten sind zurzeit zehn Jahre, ab zwölf Jahren gehen die Kids in die Jugendfeuerwehr.

Die Übungen dort würden sich laut Jünger nicht viel von den Kinder-Aufgabenunterscheiden. Die Jugendlichen treffen sich jeden zweiten Samstag von 9 bis 11.30 Uhr am Feuerwehrhaus an der Pagenstraße und proben bereits für den Ernstfall, Jünger: „Auch ein Kind kann eine stabile Seitenlage bei einem Erwachsenen ausführen.“ Neben den Erste-Hilfe-Techniken seien allgemeine Sicherheitserziehung und das Erlernen von Gruppenverhalten für einen späteren ehrenamtlichen Dienst wichtig, so Jünger. Dafür backen die Kids Plätzchen, wandern gemeinsam durch Tecklenburg und lernen, wie ein Rauchmelder funktioniert oder Notrufe abgesetzt werden.

„Die Feuerwehr ist richtig cool“, sagt einer der Kleinen. Einige von ihnen träumen davon, im großen Auto einmal mitzufahren. Für den kleinen Erik ist aber auch etwas anderes wichtig: „Hier lernen wir, wie wir in der Gruppe zusammen leben und den Menschen helfen können.“ Ganz schön reife Worte für einen kleinen Bub, der bereits wie ein großer Held spricht.

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