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Vor 15 Jahren gab es erste Hoffnung für den „Burggraf“

Drei Appartementgebäude für Geldanleger geplant

Tecklenburg

Bereits vor 15 Jahren wollte ein Investor nicht nur ein Hotel betreiben, sondern auch Appartementhäuser errichten. Doch darauf wurde nichts auf dem Burggraf-Gelände.

-jac-

Im Jahr 2007 gab es Pläne, das Hotel „Burggraf“ gründlich zu sanieren und zusätzlich Appartementgebäude zu errichten. Foto: Wilhelm Schmitte

Lang, lang ist es her, dass es zum ersten Mal Hoffnung gab für eine Wiederbelebung des Hotels „Burggraf“. Beim Blättern in alten Zeitungen stößt man beispielsweise auf einen Bericht, der vor 15 Jahren erschienen ist, nachdem das Gebäude bereits fünf Jahre leer gestanden hatte. „Neuer Start für den Burggraf“ titelte damals diese Zeitung. Und weiter: „Niederländische Immobilienfirma kauft Hotel unter Vorbehalt“.

Die niederländische Immobilienfirma „Nystaete Real Estate“ hatte das Hotel samt einem Hektar großen Grundstück von der Eigentümerfamilie gekauft. In der Lokalzeitung hieß es damals: „Hinter der Immobilienfirma steht G. C. Teekens, ein Immobilienfachman aus Oldenzaal. Der Niederländer möchte eine Fondsgesellschaft gründen, in der Kapitalanleger Anteile erwerben können. Nach Informationen unserer Zeitung ist geplant, das Hotel zu entkernen und gründlich zu sanieren. Gleichzeitig sollen drei weitere Gebäude mit jeweils 20 Appartements entstehen, die sich als Geldanlage in Form von Fondsanteilen anbieten.“

Geldanlage

Darin lag auch der Vorbehalt des Kaufvertrags: Nur wenn entsprechendes Baurecht für diese grob skizzierte Planung geschaffen worden wäre, hätte der Vertrag Gültigkeit bekommen. Dass der Stadtrat und der Kreis diesem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber stünden, das stand für den damaligen Bürgermeister Wilfried Brönstrup außer Frage. Er sei „sehr erfreut, dass der Vertrag zustande gekommen ist“, sagte er vor 15 Jahren.

Auch der Makler Klaus Neuhaus aus Essen zeigte sich damals zufrieden. Seit zwei Jahren sei seine Firma von der Kreissparkasse mit der Vermarktung beauftragt und habe viele Anfragen bekommen. Die finanzielle Absicherung solcher Großobjekte über Fondsgesellschaften sei ein üblicher Weg, erläuterte er in dieser Zeitung. Zukünftige Appartementbesitzer könnten ihre Wohnungen selbst nutzen und an Touristen vermieten.

Weiter hieß es im Bericht vom 10. Januar 2007: „Von der Mitnutzung des Kulturhauses, wie es sich die Stadt sehnlichst wünscht, ist zunächst nicht die Rede.“ Den zeitlichen Rahmen vermochte damals noch keiner abzustecken. Zunächst sollte eine Flächennutzungsplanänderung erfolgen und ein Bebauungsplan für das Areal am Meesenhof 7 entwickelt werden. Doch aus dem Projekt wurde nichts. „Jedenfalls diese Tourismussaison wird darüber hinweggehen“, hieß es in dem Bericht. Da ist wohl noch niemand davon ausgegangen, dass es 15 Jahren und mehr werden.

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