1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Tecklenburg
  6. >
  7. Durstlöscher sind offenbar zu teuer

  8. >

Diskussion über öffentliche Trinkwasserbrunnen

Durstlöscher sind offenbar zu teuer

Tecklenburg

Durchaus auf Zustimmung ist am Dienstag im Umweltausschuss das Ansinnen der FDP gestoßen, mehr Trinkwasserzugänge im öffentlichen Raum zu schaffen. Allerdings scheinen Trinkwasserbrunnen eine sehr kostspielige und aufwendige Variante zu sein.

-mzb-

Offenbar würde es viel Geld kosten, Trinkwasserspender in Tecklenburg zu installieren und zu unterhalten. Foto: bbz architekten

Grundsätzlich eine gute Idee, aber in der vorgeschlagenen Form zu aufwendig und zu teuer – so der Tenor am Dienstagabend im Ausschuss für Umwelt, Kultur und Tourismus, als über einen Antrag der FDP-Fraktion debattiert wurde. Die Liberalen hatten, wie berichtet, einen Antrag eingereicht, in dem sie sich dafür stark machen, vermehrt öffentliche Trinkwasserspender in Tecklenburg einzusetzen. Sie begründen den Vorstoß zum einen mit entsprechenden Wünschen aus der Bürgerschaft, zum anderen mit Umweltschutzaspekten.

Auch die Stadtverwaltung „sieht in öffentlichen Trinkwasserbrunnen generell einen Mehrwert“, wie in einer Sachdarstellung für den Ausschuss zu lesen ist, aber sowohl die Investitions- als auch die laufenden Kosten dürften erheblich zu Buche schlagen. Und das in einem Maß, dass eine Ein-zu-Eins-Realisierung der Idee im Ausschuss schnell vom Tisch war. Aber es war auch Tenor, dass dennoch etwas in Sachen öffentliche Trinkwasserstellen getan werden soll.

Laut Verwaltung ist bei der Errichtung eines Trinkwasserbrunnens mit Kosten von bis zu 25 000 Euro zu rechnen. Hinzu kämen Betriebskosten von mehreren Tausend Euro pro Jahr, unter anderem für die verpflichtenden mikrobiologischen Untersuchungen, die monatlich durchzuführen wären.

Bürgermeister Stefan Streit nannte den FDP-Antrag im Ansatz gut, allerdings warnte er aufgrund des Finanzvolumens vor der Installation von Trinkwasserbrunnen in allen Ortsteilen. „Als Bürgermeister sehe ich das kritisch.“. Sein Vorschlag: Für Tecklenburg könnte im Zuge der Neugestaltung des Kurparks und mit Bezug auf den Kneipp-Kurort-Status der Stadt möglicherweise etwas in Richtung Trinkwasserbrunnen realisiert werden. In den Ortsteilen dürfte es seiner Ansicht nach hingegen eher darum gehen, bereits vorhandene Strukturen etwa in Verbindung mit öffentlichen Toiletten zu nutzen. Streit verwies beispielhaft auf das Haus des Gastes in Brochterbeck und die Remise in Leeden.

Die FDP votiert zudem dafür, dass in kommunalen Einrichtungen von Mineralwasser auf Leitungswasser umgestellt wird, wenn es etwa um die Getränkeversorgung bei Rats- und Ausschusssitzungen geht. Auch das wurde im Ausschuss aufgegriffen. Bereits jetzt gibt es an Schulen dank des Projektes Trinx des Wasser- und Versorgungsverbandes (WTL) Wassersprudler. Der könnte künftig auch im Kulturhaus zum Einsatz kommen, hieß es. In der Stadtverwaltung gebe es den bereits, so der Bürgermeister. Genutzt werde das Gerät gemeinsam mit der Kreisverwaltung.

Startseite
ANZEIGE