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Potenzielle Siedlungsflächen im Regionalplan

Ein Konzept als Voraussetzung

Tecklenburg

Wo kann es künftig noch Siedlungsgebiete geben? Mit dieser Frage befasst sich der Regionalplan.

Von Ruth Jacobusund

Ledde von oben: Die Aufnahme entstand, bevor die Seniorenwohnanlage gebaut worden ist. In dem Ortsteil sollen potenzielle Siedlungsbereiche ausgewiesen werden. Foto: Tobias Klostermann

Der Regionalplan blickt weit in die Zukunft. Werden dort potenzielle Siedlungsflächen festgehalten, bedeutet das noch keine Umsetzung in ein paar Jahren. „Es geht um Jahrzehnte“, verdeutlichte Bernd Pieper am Dienstagabend im Stadtrat. Der Leiter des Fachbereichs Bauen, Planen und Umwelt erläuterte die Vorgehensweise bei der Weiterentwicklung des Plans im Regierungsbezirk Münster.

Ein wichtiger Punkt sind die mangelnden Entwicklungsmöglichkeiten in Tecklenburg. Deshalb soll der Ortsteil Ledde eine Art Ausgleichsfunktion zugeschrieben bekommen. „Grundsätzlich ist eine Ausweisung eines allgemeinen Siedlungsbereiches in Ortschaften unter 2000 Einwohnern nicht vorgesehen. Da die Einschränkungen im Ortsteil Tecklenburg seitens der Bezirksregierung anerkannt werden, wurde eine Ausnahme von dieser Regelung in Aussicht gestellt“, heißt es dazu erläuternd in der Sitzungsvorlage. Die räumliche Nähe zwischen Tecklenburg und Ledde sei gegeben, so Bürgermeister Stefan Streit.

Es gehe erst einmal um den Wunsch, Siedlungsgebiete darzustellen, fügte Pieper hinzu. Wobei es laut Stefan Streit noch nicht um konkrete Flächen geht.

Siedlungsgebiete

Nun muss zunächst ein „gesamtgemeindliches Konzept“ aufgestellt werden. Dafür soll nun der Auftrag vergeben werden. Dafür sprach sich der Stadtrat einstimmig aus. Wie solch ein Konzept aussehen wird, kann man noch nicht sagen. Es gebe dafür kein Beispiel, so Pieper. „Wir sind die ersten.“

Allerdings gibt es einen Leitfaden für die Erstellung eines gesamtgemeindlichen Konzeptes für die Neudarstellung eines allgemeinen Siedlungsgebietes in einem Ortsteil mit weniger als 2000 Einwohnern. Darin heißt es, dass der Ortsteil bereits über ein hinreichend vielfältiges Infrastrukturangebot zur Grundversorgung verfügen oder dafür Sorge tragen muss, dass dieses zukünftig sichergestellt wird. Zudem wird eine Bürgerbeteiligung an der Erstellung des gesamtgemeindlichen Konzeptes für sinnvoll gehalten. Die ist in Tecklenburg vorgesehen.

Potenzialbereiche für Siedlungserweiterungen sind zudem in Brochterbeck und Leeden vorgesehen.

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