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Schulhof des Graf-Adolf-Gymnasiums neu gestaltet

Ein „Lebens(t)raum“ wird wahr

Tecklenburg

Der Schulhof des GAG wird zum grünen Klassenzimmer. Das Projekt „Lebens(t)raum“ wurde nun umgesetzt.

Von Ruth Jacobus

Der Holzpavillon wird ein begehrter Treffpunkt für die Schüler sein. Michael Reiffenschneider (rechts) und Thomas Potthoff (4. von rechts) sind davon überzeugt und begeistert. Foto: Ruth Jacobus

Der Schulhof wirkt wie eine große Baustelle. Es wird gehämmert, gesägt und gebohrt. Doch das stört die Schüler nicht. Im Gegenteil: Sie verwirklichen sich ihren „Lebens(t)raum“. So heißt das Projekt, das lange am Graf-Adolf-Gymnasium (GAG) geplant und nun in die Realität umgesetzt worden ist. Schulleiterin Evelyn Futterknecht ist begeistert. Zu viel Beton auf dem Schulhof, das mochte sie gar nicht. Jedes Jahr werde er nun etwas bunter, freut sie sich. Zur Realisierung wurden die Projekttage am GAG genutzt – drei Tage voller harter Arbeit und Schweiß, aber auch viel Spaß und Stolz.

Zum ersten Spatenstich empfingen Schulleiterin Evelyn Futterknecht und Thomas Potthoff als Initiator des schulischen Projektes am Montag Bürgermeister Stefan Streit und Knut Ingo Sieburg von der Stadt und Henner Diersmann als Vertreter des Förderkreises der Freunde des Graf-Adolf-Gymnasiums. Unter dem Applaus der Schüler und Lehrer fiel damit der Startschuss für die Umgestaltung des Schulhofes.

Holz statt Beton

Wie Nadine von der Haar, am GAG für viele Projekte zuständig, berichtet, hatten sich alle Beteiligten lange auf diesen Moment vorbereitet. Dazu war der Schulhof durch Eberhardt – die Ingenieure vermessen, der Bauabschnitt durch die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Tecklenburg gesichert und Bauschutt abtransportiert worden: Einige Flächen wurden von motivierten Lehrkräften und Schülern entsiegelt. „Material wurde durch die Evangelischen Stiftungen Osnabrück beschafft und die Firmen Bethmann, Martin Heemann, Grotpeter sowie die Höfe Strübbe und Lüdecke waren eine zuverlässige Stütze beim Materialtransport. Dank all dieser Vorarbeit konnte nun im Rahmen der schulischen Unesco-Projekttage endlich die Umsetzung der Planungen mit tatkräftiger Unterstützung durch Reiffenschneider Garten & Landschaftsbau erfolgen.“ Michael Reiffenschneider hatte für die Aktion drei Tage lang einen Meister freigestellt.

„Es ist wunderbar, dass mit diesem groß angelegten und durch und durch partizipativen Unesco-Projekt nicht nur ein nachhaltig gestalteter Lebens(t)raum auf dem Schulhof realisiert wird, sondern auch, dass die gesamte Schulgemeinschaft die Schule noch intensiver fühlbar zu einem regional vernetzten Zuhause aller Beteiligten macht“, so Evelyn Futterknecht.

Initiator Michael Potthoff

Ihr Kollege Thomas Potthoff hat das Projekt mit initiiert. Er kannte die Ideenwerkstatt „Lebens(t)raum“, die unter anderem Schulen bei der naturnahen Umgestaltung von Außengeländen unterstützt. Mit deren Hilfe und der Fantasie der Schüler ging es an die Planung. Bei der Umsetzung krempelte Potthoff die Ärmel hoch. Denn das Hobby des Mathe- und Sportlehrers ist der Garten- und Landschaftsbau. „Heute ist dieser Bereich fertig, freute er sich und zeigt unter anderem auf einen Holzpavillon. „Nächstes Jahr machen wir in einem anderen Teil des Schulhofes weiter.“

Nicht nur die Lehrer, sondern auch Schüler waren begeistert bei der Sache. Man werde sowohl künstlerisch als auch handwerklich gefordert, findet er und lacht. Was ihm und allen anderen zudem gefällt, sind die Lunchpakete, die die Bäckerei Werning täglich liefert mit belegten Brötchen, Muffins und Getränken. Das versüßt den Arbeitstag.

Es war insbesondere die Einsatz- und Spendenbereitschaft der Eltern- und Schülerschaft sowie regional ansässiger Firmen und Vereine, über die sich Potthoff gefreut hat. „Wir sind begeistert, mit welchem Engagement jeder Einzelne dieses Projekt begleitet und freuen uns über die Zusammenarbeit mit der Stadt Tecklenburg, dem schulischen Förderverein sowie vielen regionalen Partnern. Deren Zutun ermöglicht uns die Realisierung unserer Lebens(t)räume.“ Unter anderem gab es für den Schulhof Geld aus einem Crowdfunding-Projekt und vom Deutschen Kindershilfswerk.

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