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Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek) wird im Stadtrat vorgestellt

Ein Leitfaden für die Zukunft

Tecklenburg

Das Isek soll ein Leitfaden für die Entwicklung und Gestaltung des Tecklenburger Zentrums sein. Knapp 100 Seiten stark ist das Werk. Auf 40 Seiten wird der Status Quo analysiert (demografische Entwicklung, Städtebau und Stadtgestaltung, Nutzungen und Funktionen, Wirtschaft und Tourismus, Mobilität und Verkehr sowie Rahmenbedingungen der Zentrumsentwicklung). Leitorientierungen und Ziele werden erläutert, bevor sich das Konzept dem „Handlungsprogramm 2021 - 2026“ widmet. Am 15. Dezember wird es im Stadtrat vorgestellt.

Ruth Jacobus

Der historische Marktplatz: Für den Stadtkern soll es ein Gestaltungshandbuch geben. Foto: Ruth Jacobus

Tecklenburg als „Balkon des Münsterlandes“ mit historischem Stadtkern, reizvollen Sichtbeziehungen und krummen Stiegen. Tecklenburg als Stadt mit außerordentlicher touristischer Strahlkraft: Die Attraktivität zu erhalten und zu steigern und dabei gewachsene Strukturen und Identitäten zu bewahren, die sich in der historischen Bausubstanz und dem charakteristischen Stadtbild widerspiegeln, ist Ziel des Inte-grierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek). Bürgerspaziergänge und Planungswerkstätten hat es deshalb gegeben. Die Ergebnisse sind eingeflossen in das Konzept, das am Dienstag, 15. Dezember dem Stadtrat vorgestellt wird.

Das Isek soll ein Leitfaden für die Entwicklung und Gestaltung des Tecklenburger Zentrums sein. Erstellt wurde es vom Büro Frauns aus Münster in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt der Stadtverwaltung. Knapp 100 Seiten stark ist das Werk. Auf 40 Seiten wird der Status Quo analysiert (demografische Entwicklung, Städtebau und Stadtgestaltung, Nutzungen und Funktionen, Wirtschaft und Tourismus, Mobilität und Verkehr sowie Rahmenbedingungen der Zentrumsentwicklung). Leitorientierungen und Ziele werden erläutert, bevor sich das Konzept dem „Handlungsprogramm 2021 - 2026“ widmet.

Zwölf Punkte sind aufgelistet, wobei der erste bereits in Arbeit ist: die Aufwertung des Burgbergs durch Kreis und Stadt (wir berichteten ausführlich). Zum „Handlungsfeld Städtebau und Stadtgestaltung“ gehören außerdem die Weiterentwicklung des Kurparks zum Aktiv- und Vitalpark, der Bereich altes Rathaus und Umfeld, die Lichtgestaltung in der Altstadt sowie ein Gestaltungshandbuch und Möblierungsprogramm für den historischen Stadtkern.

Zum „Handlungsfeld Nutzungen und Funktionen“ gehören der Umbau des Kulturhauses zum multifunktionalen Veranstaltungsort und Begegnungszentrum, die Öffnung der Haupt- und Gesamtschule (Außenflächen) sowie eine zukunftsgerechte Gestaltung des Jugendtreffs.

Ein Programm für barrierearme Wegebeziehungen gehört in das „Handlungsfeld Mobilität und Verkehr“. Als flankierende Maßnahmen werden Altstadtkoordination, Verfügungsfonds, Fassaden- und Hofflächenprogramm sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit genannt.

Aus dem Isek

Der Förderantrag für all diese Maßnahmen ist Ende September bei der Bezirksregierung Münster eingereicht worden. Allein die Stadt Tecklenburg sieht Investitionen in Höhe von insgesamt 5,6 Millionen Euro vor. Bei einer Förderquote von 70 Prozent wird mit 3,7 Millionen Euro an Zuwendungen gerechnet. Die Neugestaltung des Jugendtreffs und der Umbau des Kulturhauses sollen bereits im kommenden Jahr in Angriff genommen werden, heißt es in der Sitzungsvorlage für den Stadtrat.

Aufwendigste Projekte sind mit knapp acht Millionen Euro (Kreis, Stadt und Fördermittel) die Aufwertung des Burgbergs und der Umbau des Kulturhauses mit rund drei Millionen Euro. 520 000 Euro sind für die Umgestaltung des Kurparks vorgesehen. 480 000 Euro sollen fließen in eine barrierearme Gestaltung der Stadt. Für die Altstadtkoordination (unter anderem Unterstützung privater Akteure) sollen 350 000 Euro ausgegeben werden. 300 000 Euro sollen in den Bereich der Haupt- und Gesamtschule fließen. Mit 250 000 Euro schlägt das Fassaden- und Hofflächenprogramm zu Buche. 220 000 Euro werden prognostiziert für das Jugendzentrum. 200 000 Euro sollen in einen Verfügungsfonds (Unterstützung privaten Engagements) fließen. 130 000 Euro sollen in die Lichtgestaltung investiert werden und 70 000 Euro in den Qualifizierungsprozess altes Rathaus und Umfeld. 62 500 Euro sind vorgesehen für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit und 40 000 Euro für Gestaltungshandbuch und Möblierungsprogramm.

Die Realisierung der entwickelten Maßnahmen sei keine alleinige hoheitliche Aufgabe, heißt es im Fazit des Integrierten Entwicklungskonzeptes: „Erforderlich ist, dass alle Beteiligten ihre Beiträge zur Gestaltung und Entwicklung der Stadt leisten. Auch in Zukunft müssen Kommunalpolitik, Stadtverwaltung, lokale Institutionen und Initiativen sowie die Stadtbevölkerung an einem Strang ziehen. Die weitere Entwicklung Tecklenburgs ist eine Gemeinschaftsaufgabe, der kooperative Gedanke steht im Vordergrund.“

Die öffentliche Sitzung des Stadtrates beginnt am Dienstag, 15. Dezember, um 17 Uhr im Kulturhaus. Aufgrund der begrenzten Sitzplätze für Zuhörer wird im Rathaus um Anmeldung gebeten ( 0 54 82/ 70 39 12).

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