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Bärlauchwanderung des Kneipp-Vereins

Ein Tausendsassa im Wald

Tecklenburg-Brochterbeck

Die Saison für den Bärlauch beginnt. Wo er zu finden ist und was sich daraus zaubern lässt, wissen Hannelore Eberth und Rainer Budke.

Von Anne Reinker

Auf Einladung des Kneipp-Vereins waren die Bärlauch-Begeisterten auf dem westlichen Kleeberg unterwegs, um das Wildkraut zu sammeln und zu verwerten. Foto: Kneipp-Verein

Immer der Nase nach ging es für die Teilnehmer der Bärlauchwanderung. Denn auch wenn der Knoblauchgeruch nicht schon am Treffpunkt an der Gaststätte Franz zu schnuppern war, ist er doch ein deutliches Erkennungszeichen des Bärlauchs. Zu dieser Tour, die in den westlichen Teil des Kleebergs ging, hatte der Kneipp-Verein Tecklenburger Land eingeladen.

Rainer Budke und Hannelore Eberth, die die traditionelle Wanderung leiten, wissen das Kraut seit vielen Jahren zu schätzen und ließen die interessierten Teilnehmer an ihrem Wissen teilhaben. Diese hatten sich von der Exkursion einiges versprochen. „Ich erwarte mir, dass ich den Unterschied zwischen Bärlauch und Maiglöckchen erfahre“, hoffte etwa Petra Schwanemeier. Das ist wichtig, denn die Ähnlichkeit beider Pflanzen könnte im schlimmsten Fall zu einer Vergiftung führen.

Hannelore Eberth

Für Rainer Budke und Hannelore Eberth ist das ganz einfach: „Der Bärlauch hat einen starken Geruch nach Knoblauch, wenn man die Blätter zerreibt“, erklärte Hannelore Eberth. Zudem komme bei Bärlauch jedes Blatt aus einem Stiel. Klare Unterschiede also zum giftigen Maiglöckchen.

Der Bärlauch sei ein Tausendsassa, so Reiner Budke. Er sei nicht nur wohlschmeckend und vitaminreich, sondern auch blutreinigend und reguliere den Blutdruck.

Teilnehmerin Silvia Heeke hoffte, dass man „vielleicht Tipps kriegt, wo Bärlauch wächst und wie man ihn verwerten kann“. Auch darauf wussten die beiden Kneipp-Wanderer Antwort. Das Wildkraut eigne sich gut auf Brot oder in Quark, sagte Hannelore Eberth. „Auch im Kartoffelstampf schmeckt er gut“, empfahl sie. Der Bärlauch in Butter verarbeitet lasse sich gut einfrieren.

Einen Eindruck vom Einsatz des Wildkrauts bekamen die Teilnehmer zum Schluss der Wanderung. Denn Eberth und Budke hatten unter ihrem Carport einen Imbiss vorbereitet. So konnten sich alle den Bärlauch auf der Zunge zergehen lassen.

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