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Impftermine in den Seniorenheimen

Erleichterung für die Bewohner

Tecklenburg/Lenge...

Die Impftermine stehen fest: In den Seniorenheimen in Tecklenburg und Lengerich ist man darauf vorbereitet.

Ruth Jacobus

Ein kleiner Piks, der Hilfe verspricht. Die Impfung gegen Covid-19 hat begonnen. Im Matthias-Claudius-Haus geht es am 13. Januar los und im Lengericher haus Widum bereits heute. Foto: Martin Schutt

Doch, ja, eine gewisse Erleichterung macht sich breit bei Jörg Niemöller, dem Leiter des Matthias-Claudius-Hauses: Der Impftermin steht fest. Am Mittwoch, 13. Januar, erhalten die Bewohner und die Mitarbeiter das Serum, das vor Covid-19 schützen soll. Zwei bis drei Wochen später steht der zweite Impftermin an. Und nach weiteren sechs Tagen „ist der Schutz da“, weiß Niemöller. Dann sollte die schwere Corona-Zeit zumindest in dieser Einrichtung überstanden sein. Auch dort gab es Corona-Fälle, aber: „Allen geht es gut. Es sind keine schwerwiegenden Folgen geblieben. Wir sind glimpflich davon abgekommen.“ Nun stehe auch niemand mehr unter Quarantäne.

Zunächst gilt es, die Formalitäten zu erledigen. Anamnesebögen müssen ausgefüllt werden, auf denen allergische Reaktionen ebenso abgefragt werden wie die Einnahme von Medikamenten, zum Beispiel Blutverdünnern. Das wird mit den Bewohnern beziehungsweise deren Angehörigen abgeklärt. „Ein Großteil der Erklärungen haben wir bereits zurückbekommen, berichtet Niemöller, der sich über die hohe Impfbereitschaft bei Bewohnern und bei Mitarbeitern freut.

Jörg Niemöller, Einrichtungsleiter im Matthias-Claudius-Haus

Gemeinsam mit dem Pflegedienstleiter Johann Nickel wird das Organisatorische erledigt. So gilt es, die passende Menge an Impfdosen zu ordern. Um die 100 werde man brauchen. „Es gab keine Limitierung“, schildert Niemöller und hofft, dass auch die passende Menge geliefert wird. Dann gilt es, einen Impfraum einzurichten – mit einem Kühlschrank. Darin taut der tiefgefrorene Impfstoff auf.

Jörg Niemöller gehört zu denen, die sich impfen lassen werden. „Ich würde die Einrichtung leichteren Herzens betreten können“, sagt er. Er müsse dann nicht mehr in Sorge sein um das Wohl der ihm anvertrauten Menschen. Dass der Impfstoff, wie es auch Politiker und Virologen sagen, nicht sofort die Wende in Deutschland bringe, sei ihm bewusst. „Aber er bringt dem Matthias-Claudius-Haus Erleichterung – für das eigene Umfeld und für die Angehörigen.“

Bereits heute ist der erste Impftermin im Lengericher Haus Widum. Das Seniorenzentrum Gempt ist am 3. Januar an der Reihe, und auch das Seniorenheim in Ladbergen bekommt in der ersten Januarwoche Besuch von einem Impf-Team, teilt Dagmar Ketteler auf Anfrage mit. Der Hygienebeauftragten und dem Mitarbeiterteam der Haus Widum GmbH bescherten diese frühen Termine einen nicht gerade weihnachtlichen Stress. Der heutige Impftermin sei einen Tag vor Weihnachten mitgeteilt worden. Das bedeutete, dass über die Feiertage hinweg viele Formalitäten zu regeln waren. Aufklärungsgespräche mussten geführt und Fragebögen ausgefüllt werden – meist in Zusammenarbeit mit den Angehörigen der Bewohner. Sei man erst bei der Impfbereitschaft eher verhalten gewesen, habe sich das nach den Informationen geändert, schildert Dagmar Ketteler. Fast alle Bewohner und ein Großteil der Mitarbeiter wolle sich impfen lassen. 110 Impfdosen sind bestellt und geliefert. „Das wird wuselig“, geht die Hygienebeauftragte heute von einem nicht gerade ruhigen Arbeitstag aus.

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