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Evangelische Kirchengemeinde bittet um Spenden für Ukraine-Flüchtlinge

Es fehlt vor allem das Geld für Einkäufe

Lengerich

Die evangelische Kirchengemeinde ruft zu Spenden auf für die kleine slowakische evangelische Kirchengemeinde Liptowski Trnovec.

Die evangelische Kirche und das Freizeithaus „Elpis“ in Liptowski Trnevec. Dort sind Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht. Foto: Hans-Ulrich Strotmann

In der evangelischen Kirchengemeinde Lengerich werden Spenden für die kleine slowakische evangelische Kirchengemeinde Liptowski Trnovec am Fuße der slowakischen Westtatra gesammelt. Die dortige Kirchengemeinde mit ihrer Pastorin Eva Ščerbáková stellt die Zimmer und Betten ihres Freizeitheims namens „Elpis“ (Hoffnung) für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung. Ukrainische Frauen und Kinder sind dort mittlerweile untergebracht. Teils, weil sie ein Durchgangsquartier für die Weiterreise in den Westen brauchen, teils, weil sie dort länger bleiben möchten, um näher an ihrer ukrainischen Heimat zu sein. Eine geflüchtete Familie brachte auch ihren Familienhund mit, heißt es in einem Bericht der Kirchengemeinde.

Sigrid Holtgrave

Die dortige slowakische Kirchengemeinde hilft den Menschen, wie sie kann. Heizung, Lebensmittel, Versorgung der Geflüchteten und ihrer Kinder, Transport, Kleidung, Medikamente, Hygiene-, Spiel- und Beschäftigungsmaterial und was weiter dringend benötigt wird, kann direkt vor Ort besorgt werden, so Pastorin Eva Ščerbáková. Ihre Gemeinde ist bei ihrer Hilfsaktion aber auf finanzielle Mithilfe angewiesen.

Daher wirbt nun Pastorin Sigrid Holtgrave für die Unterstützung dieser slowakischen Kirchengemeinde. Die Lengericher Pfarrerin ist die Beauftragte des Kirchenkreises Tecklenburg für das Gustav-Adolf-Werk, das kleine evangelische Kirchengemeinden in Osteuropa unterstützt. Vor der Coronasituation hat Holtgrave mit anderen westfälischen Kollegen Kirchengemeinden in der Ostslowakei und in Ungarn – nicht weit von der ukrainischen Grenze – besucht. „Da ist mir bewusst geworden, wie eng die Menschen aus der Slowakei, aus Ungarn und aus der Ukraine zusammenleben, arbeiten und sich unterstützen. Diesen Blickwinkel hat man vom Westen aus oft gar nicht. Da passiert kirchliche und sonstige Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. In der gegenwärtigen Kriegssituation bewähren sich diese über die Jahre gewachsenen vertrauensvollen Beziehungen“, so die Seelsorgerin. So stellen sich aktuell die evangelische Kirchengemeinden in der Slowakei auf die Unterbringung von 4000 Kriegsflüchtlingen in kirchlichen Räumlichkeiten ein.

Wer für das Hilfsprojekt der Kirchengemeinde in Liptowski Trnovec mit Pastorin Eva Ščerbáková spenden möchte, kann sich bei der ev. Kirchengemeinde Lengerich (

 0 54 81/84 63 745) oder bei Pastorin Sigrid Holtgrave (

 0 54 81/27 76) melden. Direkte Überweisungen können auf das Sonderkonto des Gustav Adolf Werkes Westfalen bei der KD-Bank Dortmund, IBAN DE63 3506 0190 2101 0110 14 unter dem Stichwort „Ev. Flüchtlingshilfe ELPIS Slowakei“ erfolgen. Dieses kirchliche Hilfswerk gibt die Spenden zu 100 Prozent an die slowakische Kirchengemeinde weiter.

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