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Krokodiltheater begeistert das Publikum

„Eselchen Zimt“ erobert die Bühne

Tecklenburg

„Eselchen Zimt“ hieß das Stück, mit dessen Premiere das Krokodiltheater kleine und große Theaterfreunde begeisterte. Schauspielerin Hendrikje Winter zeigte einmal mehr, dass sie kein großes Bühnenbild braucht, um ihr Publikum in den Bann zu ziehen.

-axe-

Schauspielerin Hendrikje Winter Foto: Axel Engels

Solch eine liebevolle Einstimmung auf die Adventszeit wie bei der Premiere von „Eselchen Zimt“ erlebt man wohl nur selten, da haben die Akteure des Krokodiltheaters einmal mehr den vielen kleinen und großen Theaterliebhabern ein überaus unterhaltsames vorweihnachtliches Geschenk gemacht.

Ganz im Zeichen der Freundschaft stand die Vorstellung in der Remise des Wasserschlosses Haus Marck an diesem Wochenende, zeigte sich die Schauspielerin Hendrikje Winter als überragende Geschichtenerzählerin. Man braucht eben kein überdimensionales Bühnenbild, wenn man mit starker Präsenz und Feingefühl das Publikum in seinen Bann ziehen kann.

Mit Akribie hatte Max Schaetzke den äußeren „Rahmen“ gestaltet, in dem Hendrikje Winter mit dramaturgischer Unterstützung durch Marie-Luise Tralle den kleinen Esel und seine Freundin, die Spinne, zum Leben erweckte. Deren Vorliebe für Zimtgebäck teilten sicherlich viele der Besucher, der Duft dieses wohl ältesten Gewürzes ist ja unweigerlich mit der Weihnachtszeit verbunden. Das Publikum folgte gebannt dem Eselchen Zimt und der Spinne auf ihrem vom Stern angezeigten Weg, fieberte bei der Überquerung eines Meeres oder eines tiefen Grabens einfach mit. Da zeigte es sich, dass man alles erreichen kann, wenn man zusammenhält und jeder seine Fähigkeiten uneigennützig einbringt. Selbst der Verlust der Zimtsterne, die ja ein Geschenk werden sollten, konnte die beiden Freunde nicht erschüttern. Da musste eben der Duft in der Schmuckschatulle als Geschenk reichen.

Hilfe für den in Not geratenen kleinen Vogel war für die beiden Freunde selbstverständlich, auch wenn die aus glitzernden Spinnenfäden gewobene Decke dann eben nicht mehr als Geschenk dienen konnte. Wer so zusammenhält, der schafft auch den schwierigsten Weg, und so wurde das Fest mit dem Baby in der Krippe auch zu einem grandiosen Erlebnis mit Sternen unter dem Firmament, mit himmlischen Harfenklängen und natürlich zwei Freunden, die ein ganz persönliches Weihnachtswunder mit dem begeisterten Publikum teilten.

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