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Zwei Open-Air-Konzerte auf der Freilichtbühne

Falcos unsterbliche Musik

Tecklenburg

Mit „Rock me Amadeus“ landete Falco einst einen weltweiten Hit. Aber auch „Der Kommissar“, „Jeanny“ oder „Junge Römer“ sind unvergessene Lieder. Am Freitag und Samstag stand die Freilichtbühne ganz im Zeichen der Musik des österreichischen Popstars.

Von Gernot Gierschner

Wie perfekt Hans-Peter Gill bei den Auftritten mit seiner Band in die Rolle von Austropop-Star Falco schlüpft, davon konnten sich am Freitag- und Samstagabend die Besucher auf der Freilichtbühne ein Bild machen. Foto: Gernot Gierschner

Auch in diesem Jahr ließ die Tecklenburg Touristik das Open-Air-Jahr mit einem besonderen Konzert ausklingen. Corona-bedingt wurde es ein Konzert an zwei Tagen. Freitag- und Samstagabend konnten sich die Besucherinnen und Besucher bei „The Spirit of Falco – The Tribute Concert“ zurück in die 1980er-Jahre träumen.

Der Auftritt von Hans-Peter Gill, dem Mann, der Falco nicht nur darstellt, sondern für zwei Stunden lebt, samt Band war schon für 2020 geplant. Seit 2006 schlüpft Gill in die Rolle des 1998 verstorbenen Sängers. Die Ähnlichkeit ist frappierend – Aussehen, Gesang, Gestik. Dazu ein – zu den Songs passendes – Outfit und eine Band, die den Austropop-Sound perfekt zelebriert, alles getragen und gestützt von der fantastischen Backgroundsängerin Jassi Segovic.

Bereits erworbene Tickets hatte der Veranstalter im Vorfeld gegen neue umgetauscht. Damit alle, die sich die Show nicht entgehen lassen wollten, sie sehen und zugleich die notwendigen Abstände eingehalten werden konnten, wurden zwei Termine angeboten. Christina Köster, Geschäftsführerinder Tecklenburg Touristik GmbH, zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden. Am Freitag wurden rund 550 Besucher gezählt und am Samstag vielleicht noch ein paar mehr. „Es sind bisher lediglich 150 der ursprünglich ausgegebenen Karten noch nicht umgetauscht worden“, erklärte sie kurz vor dem Konzert am Samstag.

Köster gab auch schon einmal einen Ausblick auf das Jahr 2022 und drückte ihre Hoffnung aus, dann im September wieder unter normalen Bedingungen das Jahr abschließen zu können. „Konkretes kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht vermelden. Für die Planung haben wir noch bis Ende November Zeit,“ so die Geschäftsführerin.

Vor das Konzertvergnügen, hatten die Veranstalter strenge Einlasskontrollen zur Einhaltung der 3G-Regel gestellt. Nur wer getestet oder genesen oder vollständig geimpft war, kam auf das Festgelände und musste die allgemein gültigen Abstandsregeln einhalten. Wer sich auf dem Gelände ander Burgruinebewegte, musste eine Mund-Nasenbedeckung tragen.

Bei den Gästen spürte man den festen Willen, endlich einmal wieder ein Konzert zu genießen, Spaß zu haben und sich zu bewegen. So bedurfte es nur einer kurzen Aufforderung des Sängers: „Wir wollen einen schönen Abend haben - seid ihr dabei?“ Danach standen die Besucher bei vielen seiner Lieder vor ihren Bänken, tanzten, klatschten und sangen mit. Und doch fehlte ein wenig die ausgelassene Stimmung früherer Konzerte auf der Freilichtbühne. Das lag zum einen natürlich daran, dass die Arena nicht komplett gefüllt war und Abstand gehalten wurde, zum anderen hatte man aber auch den Eindruck, dass der Funke nicht durchgehend übersprang. Vielleicht sind Hans-Peter Gill und seine Show doch etwas in die Jahre gekommen.

Dass Falcos Musik sicher weiterhin Menschen in ihren Bann schlägt, dokumentierten gleichwohl die vielen jungen Menschen in Tecklenburg, die das Original nicht mehr erleben konnten.

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