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Konzert zum Advent im Wasserschloss Haus Marck

Feierliche Musik und aufmunternde Geschichten

Tecklenburg

Es war eine Mischung, die beim Publikum offenbar gut ankam: Ulrike Lausberg, Svetlana Gibner, Stefanie Bloch und Detlef Salomo boten am Samstag im Haus Marck eine Mischung aus feierlicher Musik und unterhaltsamen, weihnachtlichen Geschichten.

Von Brigitte Striehn

Musik und Geschichten zum Advent erlebten die Zuhörer im Haus Marck mit Ulrike Lausberg, Svetlana Gibner, Detlef Salomo und Stefanie Bloch (von links) Foto: Brigitte Striehn

„Die freudige Botschaft von Weihnachten können derzeit alle Menschen gut gebrauchen“, stellte Ulrike Lausberg am Samstag bei der Begrüßung der Zuhörer von zwei gleichen Adventskonzerten im Wasserschloss Haus Marck fest. Es bildete – unter Einhaltung der 2G-Regel – den stilvollen Rahmen für festliche Klänge, die unter dem Thema „Joy to the world“ (Freue dich, Welt!) die Vorweihnachtszeit erhellten. Ulrike Lausberg am Flügel, Svetlana Gibner an der Querflöte und Stefanie Bloch an der Oboe hatten für das feierliche Programm Musik aus der Barockzeit bis zum 19. Jahrhundert und Weihnachtslieder aus Lateinamerika ausgewählt. Detlef Salomo trug heitere, aufmunternde Geschichten vor.

Am Anfang stand die Triosonate c-Moll für Flöte, Oboe und Basso continuo von Antonio Maria Montanari. Die drei Sätze Adagio, Allegro und Vivace steigerten sich zu einem lebhaften Klangbild von großer Ausdruckskraft. Detlef Salomo griff den unvergleichlichen Gesang der Engel bei den Hirten über den Feldern von Bethlehem auf und erzählte sehr lebendig eine amüsante Geschichte über die Chorprobe der himmlischen Sänger.

Das beliebte Weihnachtslied „Joy to the World“ von Georg Friedrich Händel erklang in einer zeitgenössischen Bearbeitung von Klaus Heizmann. Dem Adventskonzert verlieh es den hoffnungsfrohen Titel. Ulrike Lausberg stellte ihre neue CD „Weihnachten, Christmas, Noël“ vor.

In der Arie „Schafe können sicher weiden“ aus der Kantate „Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd“ von Johann Sebastian Bach übernahm Stefanie Bloch an der Oboe die Gesangsstimme. Das Weihnachtsgeschehen der Menschwerdung Gottes beschreibt Paul Gerhardt in dem Kirchenlied „Fröhlich soll mein Herze springen“. Johann Crüger komponierte die Melodie, Klaus Brecht hat das Werk neu gefasst. Die Geschichte „Als Weihnachten ausfiel“ von Margret Rettich nahm die unergründliche Macht dieses Festes in den Blick – Erinnerungen an Plätzchenduft und Kindheitsträume, denen sich niemand entziehen kann.

„De las montañas venimos“ von Pete Rodriguez ist ein fröhliches Weihnachtslied aus Puerto Rico. „Corramos, corramos“ aus Venezuela greift die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium auf. Mit großer Eindringlichkeit interpretierten Ulrike Lausberg und Svetlana Gibner das wunderschöne Lied „Heilige Nacht“ des französischen Komponisten Adolphe Charles Adam. Das ausgefallene Hirtenspiel einer Gruppe Jugendlicher war Thema der letzten Anekdote, die Detlef Salomo vorlas. Bei einigen Stücken spielte Stefanie Bloch eine Oboe d’amore, die aufgrund ihres warmen und lieblichen Klanges den Beinamen „Liebesoboe“ erhielt. Sie war in der Barockmusik äußerst populär. „Charakteristisch ist der birnenförmige Schallbecher, darin spielt die Luft Billard“, so die Musikerin.

Mit dem Choral „Brich an, du schönes Morgenlicht“ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach und einer Triosonate von Georg Philipp Telemann endete das bezaubernde Konzert. Es entließ die Zuhörer beglückt in die kommenden Wochen voller Vorfreude auf ein hoffentlich geruhsames Fest.

Die CD „Weihnachten, Christmas, Noël“ ist in Tecklenburger Geschäften, per E-Mail (ulrike.lausberg@t-online.de) oder telefonisch bei Christoph Schulz (

 02 51/27 00 66) erhältlich

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