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Aktionstag im Heckentheater

Gartenarbeit und ein schmackhafter Lohn

Lienen-Kattenvenne

Der Start des dreiteiligen Programms „Garten-Paten“ im Heckentheater hatte pandemiebedingt ohne Besucher stattfinden müssen. Dabei wurde gesät und gepflanzt, was nun am Samstag geerntet werden konnte. Ronja Klauschke, Projektmanagerin des Fördervereins Heckentheater, hieß die Gäste dazu willkommen.

Von Anne Reinker

Professor Dieter Trautz, Melissa Gründker, Thomas Kubendorff (Förderverein Heckentheater), vorne Ronja Klauschke, Rolf Kötterheinrich (Heckentheater), Professorin Gabriele Broll und Erhard Piech (von links) haben sichtlich Freude an dem Projekt. Foto: Anne Reinker

Bio ist „in“: Für Kartoffeln aus dem eigenen Garten, selbstgezogene Salat oder Möhren, die in heimischer Erde gewachsen sind investieren viele Hobbygärtner viel Zeit und Mühe, um so an Lebensmittel aus dem Bioanbau zu kommen. Was aber steht hinter dem Ökolandbau? In die Thematik stiegen die Besucher des „Öko-Landbau“- Programms ein, zu dem der Förderverein Heckentheater im Rahmen seines Nachhaltigkeitskonzepts eingeladen hatte.

Der Start des dreiteiligen Programms „Garten-Paten“ im Heckentheater hatte pandemiebedingt ohne Besucher stattfinden müssen. Dabei wurde gesät und gepflanzt, was nun am Samstag geerntet werden konnte. Ronja Klauschke, Projektmanagerin des Fördervereins Heckentheater, hieß die Gäste dazu willkommen.

Mit einem Referat zum ökologischen Pflanzenanbau durch Professor Dieter Trautz von der Hochschule Osnabrück startete der Nachmittag für die Teilnehmer. Er berichtete über die Entstehung des Ökolandbaus im 19. Jahrhundert und seine Entwicklung bis heute. Vielseitige Fruchtfolge auf den Feldern, vorbeugender biologischer Pflanzenschutz und die artgerechte Haltung sind nur einige der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft des Ökoanbaus. „Das Tierwohl dabei ist ein ganz wichtiges Thema“, sagte Trautz mit Blick darauf. Mittlerweile haben Biowaren in nahezu jeden Lebensmittelgeschäft Einzug gehalten, die Gütesiegel machen es sichtbar.

Gabriele Broll

Theorie und Praxis gingen bei dieser Veranstaltung Hand in Hand. So führte Trautz die Teilnehmer zum Feld, wo Ökotrophologin Melissa Gründker bereits Getreideproben vorbereitet hatte und ihre Zuhörer über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Mehle aufklärte. Zu sehen waren von da aus schon die großen Zuccini- und Gurkenpflanzen, die die Besucher gemeinsam abernten durften. Ebenso gab es Radieschen, Sprossen, verschiedene Salate und Kräuter.

Dass diese in nährstoffreicher Erde wuchsen, erklärte Professorin Gabriele Broll. „Der Boden ist hier sehr gut, weil die Fläche immer schon als Garten genutzt wurde“, sagte die Dozentin und Fachgebietsleiterin im Institut Geographie an der Universität Osnabrück.

Erhard Piech

Wie Gartenarbeit weniger anstrengend und gleichzeitig gut für den Körper sein kann, erklärte Erhard Piech vom Heckentheater. „Richtig bücken statt Rücken“, so die Devise des Physiotherapeutens, die er beim Ernten zwischen den Gemüsereihen praxisnah erläuterte.

Eine nahrhafte Belohnung schloss den Nachmittag ab. Aus den geernteten Lebensmitteln bereiteten die Teilnehmer gemeinsam mit Melissa Gründker einen gesunden Imbiss zu.

Die ausgefallene Auftaktveranstaltung wird mit einem Gartenfest am 4. September nachgeholt. Den dritten Teil der „Garten-Paten“ kann man am 2. Oktober erleben. Nähere Informationen gibt es auf www.nachhaltigkeit-im-heckentheater.de. Am kommenden Samstag, 10. Juli, kommt das Cactus Junges Theater mit „Das liegt im Blut“ in das Heckentheater, am 22. August ist ein Erzähl-Theater mit Familienpicknick geplant.

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