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Ledder Werkstätten

Gasversorgung ist kein akutes Problem

Tecklenburg-Ledde

Wie gehen die Ledder Werkstätten mit der aktuellen Situation auf dem Energiemarkt um? Aktuell gibt es keinerlei Probleme.

Auf dem Dach der Remise der Ledder Werkstätten in Ledde liefert diese Fotovoltaik-Anlage seit vielen Jahren Strom. Foto: Ledder Werkstätten

Die Öl-, Gas- und Strompreise steigen. Was Privatkunden im Kleinen weh tut, trifft Energie-Großabnehmer wie die Ledder Werkstätten in anderen Dimensionen. Die diakonische Einrichtung unterhält 18 Betriebsstätten und elf Liegenschaften im Geschäftsfeld Wohnen sowie das Alte Pfarrhaus in Ledde als Tagesstruktureinrichtung. Verteilt im Tecklenburger Land und darüber hinaus, etliche davon älteren Baujahres. Hinzu kommt die umfangreiche Logistik, die sicherstellt, dass etwa 1000 Menschen mit Behinderungen alltags zu ihren Arbeitsorten gelangen. Das erläutern die Ledder Werkstätten auf Anfrage dieser Zeitung.

Gas und Strom bezieht der mit fast 600 Mitarbeitenden größte Arbeitgeber der Stadt von einem Großversorger, der seine Energie am Markt in riesigen Tranchen einkauft und aktuell eine Preisgarantie von drei Jahren gibt. Wenn keine sogenannte Gasmangellage laut Energiesicherungsgesetz eintritt (Grundversorger wären dann nicht mehr zu dieser Preisbindung verpflichtet), ist die Preisentwicklung also kein akutes Problem.

Nachhaltiges Energiemanagement

An ihrem nachhaltigen Energiemanagement arbeiten die LeWe seit vielen Jahren: 2020 hat der Sozialdienstleister das letzte Energie-Audit absolviert. Alle vier Jahre besucht ein zertifizierter Auditor eine Auswahl von Gebäuden, schaut sich Verbräuche und Technik an und schlägt energetische Verbesserungen vor. Dazu gehören zum Beispiel die fortlaufende Umstellung auf LED-Licht und die sukzessive Modernisierung der Heizungsanlagen.

Der ressourcenschonende Umgang mit Energie spielt überall eine Rolle: Fernwärmeversorgte Standorte und großflächige Fotovoltaik gehören ebenso dazu wie das Blockheizkraftwerk der Betriebsstätte Ledde oder E-Mobilität, beispielsweise für die Mitarbeitenden im Betreuten Wohnen. In ihren Wohneinrichtungen setzt die Einrichtung auf energieeffiziente Geräte und realisiert bei eigenen Neubauten Solaranlagen gleich mit.

Zur Strategie gehört zudem ein Mobilitätskonzept der neuen Unternehmensleitung, das die Beförderungsbedarfe von Mitarbeitenden, Beschäftigten und Bewohnern in der eigenen Bus-Logistik zusammenführen soll. Die interne Kommunikation findet heute per Videokonferenz statt, was Fahrwege und damit auch Emissionen vermeidet.

Den emissionsfreien Weg zur Arbeit macht das Radleasing über „Business Bike“ seit 2015 attraktiv. Diese Möglichkeit nutzen aktuell 179 Mitarbeitende.

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