Nikolausmarkt in Brochterbeck

Gemütlich, klein und besonders

TEcklenburg

Die kuschelig-enge Atmosphäre ist mittlerweile das Aushängeschild des kleinen Nikolausmarktes in Brochterbeck. Deshalb zog er auch in diesem Jahr bei frostigen Temperaturen viele Besucher an. Auf Trotz des doch starken Nebels gab es wieder einiges zu sehen und zu probieren.

Jannik Engelbert

Die Kindergartenkinder singen für den Nikolaus, die Schützen Lienen-Niederdorf backen Eiserkuchen (Bild rechts). Foto: Jannik Engelbert

Zahlreiche Anbieter hatten ihre Stände rund um den Mühlenteich und die katholische Kirche aufgebaut.

Zum Wärmen gab es natürlich Glühwein, wie er klassisch wohl zu jedem Weihnachtsmarkt gehört. Es geht aber auch ausgefallener, wie das traditionelle Eiserkuchenbacken am Stand des Schützenvereins Lienen-Niederdorf. Dabei wird der Teig mit Hilfe alter Eisenzangen zusammengedrückt und direkt im Feuer erhitzt.

Wer normalen Kuchen bevorzugt, hatte im Pfarrzentrum bei der Kinderdorf- Irati-Aktion sein Glück gefunden. Neben Kaffee und Kuchen gab es dort auch einen Basar mit viel Deko und Selbstgemachtem. Die Einnahmen aus dem Verkauf gehen dabei zu 100 Prozent an das Kinderdorf Irati in Brasilien und werden dort zweckgebunden eingesetzt um die Infrastruktur zu verbessern und diese in Stand zu halten, erfuhren die Besucher. Der Verein freut sich über das auch in diesem Jahr große Interesse und die Unterstützung für sein Projekt. Das Kinderdorf in Brasilien steht unter der Führung der Ingolstädter Franziskaner und wird seit 1991 durch den Verein Kinderdorf Irati und die Gemeinde St. Peter und Paul begleitet.

Auch bei den Landfrauen konnte man Gutes tun. So durfte unter Einsatz von 50 Cent die Anzahl von Kastanien in einem Glas geschätzt werden. Die Einnahmen gehen an ein Patenkind in Malawi, für ein Mädchen, dem Bildung ermöglicht werden soll. Den besten drei Schätzern winken Gewinne von 30, 20 und zehn Euro. Neben dem Schätzspiel gab es am Stand, der vom Arbeitskreis für Öffentlichkeitsarbeit der Landfrauen organisiert wurde, auch noch Gyros-Suppe sowie optisch auffällige Drinks: die Weihnachtsmützen. Der Name leitet sich direkt von der Farbanordnung im Glas ab. Auch abgesehen von diesen Beispielen hat es den der Kälte trotzenden Besuchern an nichts gemangelt, so war auf dem vergleichsweise kleinen Nikolausmarkt so ziemlich alles von Bratwurst und Pommes bis zum Frozen-Cappuccino dabei. In Brochterbeck konnte man das Einläuten der Adventszeit allerdings auch anderenorts erkennen, so haben jetzt die Laternen wieder mal einen Tannenzweig-Look bekommen und auf der Plattform im Mühlenteich wurde die Krippe passend zum Nikolausmarkt traditionell aufgebaut.

Startseite