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Weitere Nutzung des St. Josefshauses

Gespräche über die Nachnutzung

Tecklenburg-Brochterbeck

Was geschieht künftig mit dem St. Josefshausa? Diese Frage stellen sich viele Brochterbecker.

Von Ruth Jacobus

Das St. Josefshaus steht seit Oktober 2020 leer. Über eine weitere Nutzung führt die katholische Kirche derzeit Gespräche mit potenziellen Interessenten. Foto: Ruth Jacobus

Konkret ist noch nichts. Aber immerhin werden Verhandlungen geführt mit potenziellen Interessenten. Das berichtete auf Anfrage dieser Zeitung Burkhard Hövelmeyer, Geschäftsleiter des Verbandes der katholischen Kirchengemeinden der Dekanate Ibbenbüren und Mettingen. Also sieht es nicht schlecht aus für eine weitere Nutzung des St. Josefshauses. Seit seiner Einweihung wurde es immer für Senioren genutzt.

Das St. Josefshaus hat eine lange Geschichte. Obwohl es schon früher Pläne zum Bau eines Schwesternhauses gegeben hatte, war es Pfarrer Josef Wortmann, der 1947 die Pfarrstelle in Brochterbeck antrat, der das Vorhaben auf einem Grundstück an der Moorstraße in die Tat umsetzte. Im November 1949 fand das Richtfest statt. Finanziert wurde das Haus im Wesentlichen durch Spenden und freiwillige Arbeitsleistungen.

Das benötigte Holz kam von Landwirten und Waldbesitzern. Und die Bauunternehmen arbeiteten zum Selbstkostenpreis. Viele Spenden kamen aus der Bevölkerung. Mit der Einweihung kamen im Jahr 1954 drei Heiligenstädter Ordensschwestern nach Brochterbeck.

Viele Spenden

Erste Oberin war damals Schwester Luca. Nach fünfjähriger Tätigkeit folgte ihr Schwester Othildis, die bis 1966 im Amt war. Schwester Hedwigis übernahm dann die Aufgabe der Oberin und wurde 1975 von Schwester Amata abgelöst.

Kurz nach der Fertigstellung des Hauses nahm dort ein Kindergarten den Betrieb auf. Im Dachgeschoss wurden Versammlungsräume für die Gemeinde eingerichtet sowie für die Jugend, für Näh- und Handarbeitskurse und ersatzweise als Schulräume. Für die Schwestern gab es außerdem eine eigene Kapelle.

In den 1990er Jahren war das St. Josefshaus in erster Linie ein Altenerholungsheim mit 25 Gästebetten. Dort konnten sich ältere Menschen erholen, eine Nachkur verbringen oder betreut werden, wenn ihre Pflegekräfte daheim in Urlaub waren. Durch ständige Modernisierung wurde die Wohnqualität immer weiter verbessert und ein Aufzug wurde eingebaut.

Später richtete die Josefshaus GmbH in dem Gebäude, das nach wie vor der katholischen Kirche gehört, ein Seniorenheim ein. Im Oktober 2020 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Nur wenige Tage hatten die Bewohner Zeit, eine neue Bleibe zu finden. 19 Pflegeplätze gab es im St. Josefshaus.

Man wolle nun erst das Insolvenzverfahren abwarten, bevor man Pläne mache für eine Nachnutzung hieß es seitens der Kirche auf Anfrage dieser Zeitung im Februar 2021.

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