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Mordprozess gegen 27-Jährigen

Gutachterin attestiert Schuldfähigkeit

IBbenbüren/Teckle...

Narzisstische und dissoziale Züge“ hat die psychiatrische Gutachterin am sechsten Verhandlungstag vor dem Landgericht in Münster dem 27-jährigen Angeklagten bescheinigt, aber für eine „schwere seelische Abartigkeit“ gebe es keine Hinweise.

Linda Braunschweig

Der in Tecklenburg wohnhafte Mann soll den neuen Partner seiner Ehefrau aus Eifersucht mit zehn Messerstichen getötet und dann Feuer in dem Haus in Ibbenbüren gelegt haben. Foto: Linda Braunschweig

Der Mann soll, wie berichtet, den neuen Partner seiner Ehefrau aus Eifersucht mit zehn Messerstichen getötet haben. Mit „großer Rücksichtslosigkeit“ habe der Mann zuvor eine Beziehung mit einer Arbeitskollegin geführt, seine Ehefrau damit gedemütigt, die ihn schließlich verließ. Zurückweisung und Kritik könne er aber nicht akzeptieren, so die Gutachterin.

Während sie die Ergebnisse eines kurzen Gesprächs und anhand der Aktenlage schilderte – der Angeklagte hatte eine weitere Begutachtung abgelehnt – wirkte der 27-Jährige, der dem Prozess ansonsten interessiert, aber äußerlich ruhig folgt, zunehmend nervös. Erst als ihm die Richterin erläuterte, wie das Gutachten als Teil der Beweisaufnahme zu werten ist (Schuldfähigkeit), beruhigte sich der nicht vorbestrafte Mann wieder.

Zuvor hatte das Gericht versucht, von zwei Zeugen mehr über einen möglichen Droh-Anruf des Angeklagten beim Opfer in der Tatnacht zu erfahren. Dieser war einer von drei Anhaltspunkten, weshalb der Angeklagte in den Fokus der Mordkommission geriet. Die Befragung erbrachte jedoch keine eindeutigen Antworten. Der Prozess wird fortgesetzt.

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