1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Tecklenburg
  6. >
  7. Gute Aussichten für den Burgberg

  8. >

Sanierungsmaßnahmen im Stadtrat vorgestellt

Gute Aussichten für den Burgberg

Tecklenburg

Es wird einige Jahre dauern, bis alles abgeschlossen ist. Doch dann, so die Erwartung, wird der Burgberg zu einem Schmuckstück. Im Stadtrat erläuterten die Planer, was vorgesehen ist.

Ruth Jacobus

Plätze wie diese sollen neu gestaltet werden und der Burggeschichte entsprechen. Foto: Ruth Jacobus

„Wir brennen für den Burgberg.“ Diese begeisterte Aussage kam von niemand geringerem als dem Leitenden Baudirektor des Kreises, Carsten Rehers. „Wir engagieren uns sehr gerne in Tecklenburg“, fügte er hinzu, als es am Dienstagabend im Stadtrat um die Entwicklung des Burgbergs ging. Dem Kreis gehören größere Teilflächen und er wolle deshalb seine Verantwortung wahrnehmen, versicherte Rehers. In den politischen Gremien des Kreises sei darüber beraten worden und es habe einstimmige Ergebnisse gegeben. Er gehe davon aus, dass am Montag auch der Kreistag zustimmen werde. Dann werden in den kommenden Jahren knapp acht Millionen Euro investiert.

Kreisbaudirektor Carsten Rehers

Anne Ewering von der Kreisverwaltung bezifferte es genauer. Insgesamt lägen die Kosten bei 7,95 Millionen Euro. 2,2 Millionen Euro davon übernehme der Kreis. 500 000 Euro sind von der Stadt zu tragen. Der Rest werde über Fördermittel finanziert. Die Folgekosten (Pflege der Anlagen) sollen bei jährlich 100 000 Euro liegen. Kreis und Stadt würden gemeinsam ein Pflegekonzept entwickeln, erläuterte Anne Ewering.

Es seien wirklich gute Aussichten für den Burgberg, befand sie. Die Umgestaltung wird im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek) durchgeführt. Dieses Konzept ist Voraussetzung dafür, dass Fördermittel des Landes fließen. Das Isek sei eine unglaubliche Chance für den Burgberg, um diesem historischen Ort seine Würde zurückzugeben.

Mit im Boot ist das Planungsbüro DTP aus Essen. Man arbeite mit vier bis fünf Mitarbeitern an dem Projekt, erläuterte Tobias Fust. Gemeinsam habe man Ziele entwickelt. Baulich werde mit dem Südhang angefangen. Dort sollen die Mauern, die Treppenanlage und die Wege saniert werden. Der Rast- und Aussichtspunkt auf der Zwischenebene soll wieder hergestellt werden, erläuterte Fust.

Ziele gemeinsam entwickelt

Im Bereich südlicher Burgberg soll unterhalb der Jugendherberge ein Spielplatz entstehen und der Philosophenweg saniert werden. Der Bereich sei in der Freilichtbühnensaison ein Ankunftsort der Besucher, fügte Fust hinzu. Am nördlichen Burghang ist eine Überarbeitung der Treppenanlage ebenso vorgesehen wie die Böschungssicherung und Schaffung von Sichtbeziehungen ins Umland.

Als „spannendsten Bereich“ bezeichnete Fust den Mittelwall zwischen Burgwiese und Freilichtbühne. Laut Konzept bietet er ein großes Potenzial zur Vermittlung der bedeutenden Burggeschichte. Multifunktionale Flächen und eine Inszenierung der ehemaligen Hauptburg sind Ziele. Der Gehölzbestand soll ausgelichtet werden. Gestalterisch hochwertige Aussichts- und Rastpunkte sollen geschaffen werden. Hinzu kommen zwei Standorte für „Geschichtenerzähler“.

Die Promenade, die von der Jugendherberge um die Burg bis zum Löwentor führt, solle zu einem schönen Rundgang werden, führte Fust weiter aus. Sichtbeziehungen, denkmalgerechter Aufbau der Mauerreste, Aufwertung der Rast- und Aussichtspunkte, eine optimierte Beleuchtung und eine Zufahrtsbeschränkung durch Poller sollen dazu beitragen.

Startseite
ANZEIGE