1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Tecklenburg
  6. >
  7. Gutes Essen ist gefragt

  8. >

Situation der Gastronomie

Gutes Essen ist gefragt

Tecklenburg

Essen gehen ist derzeit nicht möglich, doch deshalb muss niemand auf gutes Essen verzichten. Einige Restaurants bieten einen Abholservice an.

Luca Pals

Die Türen bleiben zu, Speisen werden lediglich „to go“ verkauft. Das Konzept stößt bei den Gästen des Restaurants Fabula auf gute Resonanz und Zufriedenheit.. Foto: Luca Pals

Im Fabula sind die Türen geschlossen. So wie eigentlich überall. Dass es die Branche der Gastronomie hart treffen wird, ist sich Inhaber Thomas Spahn sicher: „Wir sind noch gut aufgestellt. Das sieht aber bei anderen vielleicht nicht ganz so gut aus.“

Statt essen zu gehen, müssen Speisen „to go“ abgeholt werden. Dieser Idee folgen in Tecklenburg einige Restaurants. Eine Liste hat die Stadt auf ihrer Homepage mit Kontaktdaten veröffentlicht. Darunter sind unter anderem die Pizzeria Picasso, das Restaurant Gräfin Anna, das Café Rabbel und das Eiscafé Pizzeria Casa Nostra. Wir haben im Fabula bei Thomas Spahn nachgefragt.

Seit dem 1. November kann hier keiner mehr essen gehen, deshalb bieten die Mitarbeiter vom Fabula an jedem Tag den Abholservice an: „Wir passen uns damit der gestiegenen Nachfrage an“, sagt Spahn und freut sich: „Wir haben eine gute Resonanz der Kunden.“

Den Verlust, der in dieser Zeit eintrete, könne das natürlich nicht deckeln: „Wir haben 20 Prozent des Umsatzes verloren. Meine sechs Festangestellten schicke ich trotz weniger Arbeit nicht in Kurzarbeit.“

Seitens der Bundesregierung wurden 75 Prozent der Vorjahreseinnahmen als Entschädigung versprochen. Als Vergleichswert gilt der November 2019. Spahn: „Wenn manch einer behauptet, wir würden sogar noch mit Gewinnen rechnen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Die aktuelle Schließung wird noch einige sehr hart treffen.“

Thomas Spahn

Das eigene Restaurant sei noch in einer vergleichsweise guten Lage: „Wir haben durch den wirklich sehr guten Sommer, der es trotz 30 Prozent weniger Sitzplätzen, dem Ausfall des Thekenbetriebes und den fehlenden Veranstaltungen auf der Freilichtbühne war, profitiert.“ Und: „Viele Gäste haben uns gesagt,wie schön sie es finden, endlich wieder essen gehen zu können.“ Dazu kamen natürlich die zahlreichen Touristen in Tecklenburg.

Mindestens bis zum 10. Januar bleibt der Laden zu. Das ist für Spahn klar. Er rechnet darüber hinaus nicht mit einer Öffnung vor Februar. Dafür seien die Infektionszahlen zu hoch. Im gleichen Atemzug sagt er: „Vielleicht war die Schließung notwendig. Weil es natürlich auch in unserer Branche ein paar schwarze Schafe gibt, die sich nicht an die Regeln halten.“

Das habe das Fabula stets getan. Spahn zählt auf: „Wir haben jeden Gast zu Tisch gebracht, Desinfektionsmittelspender aufgestellt, den Thekenbereich und Hochtische geschlossen und Luftfilteranlagen zusätzlich gekauft.“

Über die Art und Weise der Finanzierung, so Spahn, hätten sich die Verantwortlichen der Bundesregierung aber schon im Sommer mehr Gedanken machenmüssen: „Stattdessen fahren die Schülerinnen und Schüler weiter in vollen Bussen zum Unterricht. Man hätte einiges besser machen können.“

Alle Lieferdienste sind zu finden auf der Homepage der Stadt Tecklenburg im Internet unter: https://www.tecklenburg.de/bauen-wirtschaft/tecklenburger-lieferservice/.

Startseite
ANZEIGE