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Konzert des Bläserensembles „Hornumental“ auf Haus Marck

Hörner begeistern die Hörer

Tecklenburg

Die Bläsergruppe “Hornumental“ begeisterte ihre Hörer anderthalb Stunden lang überwiegend mit beliebten dramatischen Kompositionen der Konzert-, Opern- und Filmwelt. Dazu zählten Ausschnitte aus „Carmen“ (George Bizet) und aus den Filmen „Wie im Himmel“, Jenseits von Afrika“ oder „Fluch der Karibik“.

Von Dr. Sunhild Salaschek

Der Tischler und Hornspieler Vogel hat komplett aus Holz „Vogelhörner“ geschaffen, die von den Musikern mit einer traditionellen Alphornweise vorgestellt wurden. Foto: Sunhild Salaschek

Beethovens berühmte Egmont-Ouvertüre im Innenhof von Haus Marck? Wie klingt denn das, wenn sie von neun Hörnern und einem Schlagzeug gespielt wird? Anders als vom Orchester in der Berliner Philharmonie: Viel mehr nach „Freiheit, Liebe und Tod“. Denn das war der rote Faden, der sich am Sonntag durch das wunderschöne Open-Air-Konzert des Bläserensembles „Hornumental“ zog.

Nach diesem gelungenen Beginn begeisterte die Bläsergruppe ihre Hörer anderthalb Stunden lang überwiegend mit beliebten dramatischen Kompositionen der Konzert-, Opern- und Filmwelt. Dazu zählten Ausschnitte aus „Carmen“ (George Bizet) und aus den Filmen „Wie im Himmel“, Jenseits von Afrika“ oder „Fluch der Karibik“.

„Hornumental“ hatte die Stücke nicht nur selbst für das Ensemble arrangiert, die Hornisten führten das Publikum auch mit einer amüsanten Moderation in das Geschehen der jeweiligen Stücke ein. Das steigerte das Vergnügen an der mal dramatisch, dann wieder zartfühlend, manchmal sogar sentimental interpretierten Musik.

Ausdrucksstarke Interpretationen

„Um dieses Programm zu üben, haben wir zwei Jahre gebraucht“, hieß es in einer Zwischenbilanz als zarter Hinweis auf die Probleme, die Corona mit sich brachte. „Dabei ist es doch ganz einfach: Alle wollen Freiheit; jeder versteht etwas anderes darunter, mit der Liebe ist es ebenso, aber alle sterben“. Echte Melancholie ließen die Spieler aus Osnabrück/Ibbenbüren, Erlangen und Wien aber nicht aufkommen.

Zusätzlich zu ihren ausdrucksstarken Interpretationen gab es auch noch eine Besonderheit. „Freiheit kann man auch auf den Bergen finden!“ Das war Anlass genug, um das erst vor zehn Jahren vom Tischler und Hornspieler Vogel ganz aus Holz geschaffene „Vogelhorn“ mit einer traditionellen Alphornweise vorzustellen. Noch größeren Eindruck machten die vier Spieler mit den optisch besonders Aufsehen erregenden Instrumenten bei einer „Fränkischen Weise“ mit einem rasanten Accelerando und pfiffigem hohen Schlusston.

Nach diesem betörenden Ausflug in die Berge bestach die gesamte Gruppe von „Hornumental“ das Publikum mit einer Zugabe aus der Filmmusik von „Bésame Mucho“. Die begeisterten Hörer konnten gar nicht genug bekommen und wünschten sich noch die Wiederholung der traditionellen Fanfare, mit der das Ensemble am Anfang des Konzerts die Besucher begrüßt hatte. Immer wieder wurden die Musiker zurück geklatscht, bis sie sich mit „Waldhorn“ und dem Versprechen, wiederzukommen, verabschiedeten.

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